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Samstag, 8. März 2014

Umzug, Internet-Irrsinn, Karate-Prüfung & Neues von der Ehescheidung

Nach meinem Umzug bin ich nun endlich wieder online. Welche Probleme es gab, könnt ihr im Verlauf dieses Postings nachlesen.



Neue Wohnung

Nachdem das Haus, in dem ich bis Februar 2014 gewohnt habe, immer baufälliger wurde, bin ich zusammen mit meiner Lebensgefährtin und den zwei Kindern in eine neue Wohnung gezogen. Alle Leute, die mir beim Umzug helfen wollten, haben dann doch "kurzfristig" keine Zeit ...oder besser gesagt keine Lust.... mehr gehabt. Also fuhr ich unser gesamtes Hab und Gut mit meinem kleinen Polo zur neuen Wohnung. Das hat fast eine Woche gedauert und eine Menge Benzin gekostet. Die einzigen, die mir ein mal beim Transport meines Fernsehers (127cm Bildschirmdiagonale) und des TV-Schranks geholfen haben, waren die beiden Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage und beim Transport der Waschmaschine war es der Mann von einer meiner Cousinen. Es war umständlich, alle Dinge in einen kleinen Polo unterzubringen (vor allem das große Bett war ein Problem), aber letztendlich habe ich es dann doch noch geschafft. Auf jeden Fall wurde die Weisheit meines Vaters, die besagt, dass wenn man sich auf andere Leute verlässt, verlassen ist, wiedermal bestätigt. Und für die Zukunft habe ich mir geschworen, anderen Leuten, die meine Hilfe brauchen, nicht mehr (anders als vorher) zu helfen bzw. wenn ich helfe, nehme ich Geld oder Sachwerte dafür.

Die Wohnung die wir bezogen haben ist 100m² groß. Sie liegt am Stadtrand, ist aber dennoch zentral gelegen und die Umgebung ist eher dörflich und grün - so wie ich es mag, denn in einer Stadt kann ich nicht leben. Die kompletten Räume sind gefliest und die Decken sind so hoch (3,5 Meter), dass man sich nicht eingezwängt fühlt. Das einzige negative ist, dass wir alleine an der Häuserfront 16 Fenster haben und das putzen der Fenster alleine an der Frontseite des Hauses einige Stunden in Anspruch nehmen würde.^^



Deutschlands Internet-Irrsinn

Schon zwei Wochen bevo wir umgezogen sind, habe ich Telefon und Internet bei Vodafone bestellen wollen. Einen Tag vor dem Umzug bekam ich dann die Info, dass Vodafones Telefon- und Internetnetz hier unzureichend ausgebaut ist und man uns deshalb nur eine schwache Internetverbindung anbieten könne. Das wollte ich nicht, denn mein Ziel war mindestens eine 50.000er-Leitung. Also versuchten wir es danach bei Kabel Deutschland. Uns stand eine 100.000er-Leitung in Aussicht, doch als der Techniker kam und die Kabelverbindung (bei Kabel Deutschland läuft Internet über den Antennenanschluss des Fernsehers) durchgemessen hatte, sagte er, dass es ganz viele Störungen geben würde und man eine neue Verbindung durch den alten Schornstein legen müsse. Dafür bräuchte er die schriftliche Zustimmung des Vermieters und die schriftliche Freigabe des alten Schornsteins durch den zuständigen Schornsteinfeger. Aber komischerweise funktioniert das Kabelfernsehen einwandfrei, selbst das von mir abonnierte Komfort Premium HD - Paket läuft ohne Probleme über den "alten" Kabelanschluss und die alten Koaxialkabel. Der Vermieter stimmte nicht zu, also stornierte ich das Internet und Telefon auch bei Kabel Deutschland. Dann nahm ich mir 1&1 vor, doch diese wollten auch Techniker schicken, Telefonkabel und Telefonsteckdose austauschen usw.! Anscheinend geht es den meisten Internetprovidern so dreckig, dass sie auf biegen und brechen Geld machen wollen. Also stornierte ich auch dort den Auftrag.

Zuletzt blieb nur noch die Telekom als Internetanbieter mit einer mindestens 50.000er-Leitung in meinem neuen Wohnort übrig. Ich bestellte dort Internet und Telefon und eine CountryFlat und nach knapp zwei Wochen hatten wir Telefon und Internet - genauer gesagt seit gestern gegen 15.15 Uhr. Und alles läuft wunderbar ohne irgendwas austauschen zu müssen.

Meine neue Lebensgefährtin, die ursprünglich aus Westafrika kommt, war verwundert darüber, dass man in Deutschland fast ausschließlich 24-Monats-Verträge abschließen kann und das alles hier so lange dauert und mehrmals geprüft wird - von Einholung von Auskünften der Schufa-Mafia, bis hin zur Identifikationsüberprüfung usw. - und das nur wegen Internet und Telefon! Ehrlich gesagt kann ich das auch nicht so verstehen. Abgesehen von den Schufa-Auskünften, deren Datensammlungsmethoden und Inhalte ich mehr als skeptisch betrachte, verstehe ich diesen ganzen Vertragsbindungswahn von meist 24 Monaten und die ganze Bürokratie dahinter auch nicht so ganz. In diversen anderen Ländern reicht es aus persönlich beim nächsten Internetprovider zu erscheinen, für Internet und Geräte zu bezahlen und am gleichen Tag hat man Internet und Telefon - es sei denn, es müssen erst noch Leitungen verlegt werden. In den afrikanischen Ländern, in denen ich zum Beispiel war, bekommt man Internet ganz einfach wie oben beschrieben (und so ist es auch in einigen EU-Ländern). Man bezahlt, meist bar, den Monatsbeitrag und kurz vor Monatsende bekommt man eine Info, dass man wieder bezahlen muss. Bezahlt man nicht, wird das Internet ohne Schulden zu machen abgeschaltet, bezahlt man, läuft es ganz normal einen weiteren Monat (oder je nachdem wie viele Monatsraten man bezahlt) weiter. Aber warum sollte in Deutschland etwas einfach laufen, wenn es auch kompliziert geht.



Prüfungsvorbereitung für die nächste Kyu-Prüfung

Beim Karate-Training steht nun meine erste Prüfung nach dem Vereinswechsel und dem Wechsel der Stilrichtung an. Mein vorher im Shotokan und Yoshi-Ryu Karate erworbener Schülergrad wurde mir problemlos vom Deutschen Karate Verband anerkannt. Mit den Techniken komme ich gut mit, die einzigen Probleme habe ich "nur" mit dem Umlernen der Ausholbewegungen. Bei mir ist noch immer eine ganze Menge Shotokan (tiefe Stände, häufige Tritte in Richtung Kopf, weite Ausholbewegungen, kraftvolle Techniken, "eckige" Bewegungen) vorhanden, was ich mir nach und nach bis zur Prüfung abtrainieren muss, denn im Wado-Ryu Karate zählen ganz andere Grundsätze (Um- und Weiterleiten von Angriffen, direkter Konter der Angriffe mit Würfen oder Hebeln als Abschluss mit Einbezug der vitalen Punkte des Körpers, höhere und kürzere Stände, kürzere Ausholbewegungen, weniger kraftvolles Erscheinungsbild, andere Bezeichnungen einiger Techniken und Kata als im Shotokan und anderen Stilrichtungen des Karates, meist kürzere Distanzen zum Gegner, weniger hohe Tritte, keine überflüssigen Bewegungen, usw.). Aber da ich einen Trainer gefunden habe, der selber im Wado-Ryu einen guten Ruf und Kontakte zu den Nachkommen des Wado-Ryu-Karate-Gründers und japanischen Großmeistern des Wado-Ryu Karate hat und bei denen auch mehrmals im Jahr persönlich trainiert, hoffe ich, dass ich es mit seiner Hilfe bis zur Prüfung geschafft habe, dass Shotokan aus den Kopf zu kriegen. Umlernen ist halt schwerer als Neulernen.

Hier mal die Unterschiede zwischen der Shotokan-Kata Heian Shodan...



...und der gleichwertigen Wado-Ryu-Kata Pinan Nidan.






Scheidung 2014: Nichts als Lügen!

Wie ich im vorigen Posting Anfang Februar schrieb, hat meine Frau die Scheidung eingereicht. Ein wirklicher "Rosenkrieg" ist nicht entbrannt und seit ihrem Auszug im November letzten Jahres habe ich auch keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt bzw. sie nicht mehr gesehen. Doch leider habe ich heute erfahren, dass meine Noch-Ehefrau behauptet, dass ich sie geschlagen habe. Dies ist nicht und war nie der Fall! Im Streit bin ich einige Male lauter und ausfallend geworden, aber dafür gab es Gründe! Der häufigste Grund dafür war, dass sie die meisten Tage der Woche angeblich bei einer Freundin verbracht hatte und wir deshalb nur noch wie Bruder und Schwester zusammen lebten und ich das so nicht mehr akzeptieren wollte. Auch das sie nach knapp drei Monaten so gut wie nichts mehr im Haushalt getan hat, war auch häufiger ein Grund für Streitigkeiten. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie den meisten Streit provoziert hat, um einen Grund zu finden, zu ihrer angeblichen Freundin (was im Endeffekt ihr Neuer war) gehen zu können.

Da sich ihr Bekanntenkreis, wie ich bereits im letzten Posting erwähnte, zumeist aus Sozialleistungsbetrügerinnen bzw. Sozialleistungsbetrügern zusammensetzt, bin ich mal gespannt, mit welchen von ihr so oft erwähnten Beweisen sie ihre Lügen rechtfertigen will. Und vor allem interessiert es mich, ob die Ausländerbehörde ihr ihre Lügen und ggb. auch die ihrer Freunde abkaufen. Bei Neuigkeiten werde ich hier weiter berichten.

Montag, 3. Februar 2014

Scheidung 2014: Ja, ich will!

Als ich meine Frau damals kennen lernte, hoffte ich eigentlich, dass die Partnersuche nun endlich abgeschlossen ist. Leider haben die letzten Monate gezeigt, dass ich wieder von vorne anfangen muss.

Alles hat Ende 2012, wenige Monate nachdem meine Frau nach Deutschland kam, angefangen. Meine Frau war mit einer Freundin mit dem Fahrrad unterwegs. Sie stürzte dabei schwer und zog sich eine Gehirnerschütterung zu, weshalb sie dann zwei Tage im Krankenhaus verbrachte und nach ihrer Entlassung weiterhin Bettruhe und Lese- bzw. TV-Verbot verordnet bekommen hatte. Da sie in eines der Zimmer im Dachgeschoss unseres Hauses mehr Ruhe fand und im betreffenden Zimmer auch ein Bett stand, verbrachte sie einige Tage und Nächte dort. Die zwei Wochen Bettruhe waren schon um, doch sie verbrachte weiterhin die meiste Zeit des Tages in diesem Zimmer. Das normale Eheleben verabschiedete sich immer mehr und irgendwann lebten wir nur noch wie Bruder und Schwester zusammen und verbrachten die meiste freie Zeit alleine in getrennten Zimmern.

Im Sommer 2013 fiel mir auf, dass sie sich verhältnismäßig häufig in Brunsbüttel und Itzehoe aufhielt - angeblich nur um Freundinnen zu besuchen. Schon hier hatte ich den ersten Verdacht, dass da vielleicht ein anderer Typ im Spiel ist. Nachdem sie Ende Sommer 2013 dann zu Besuch bei ihren Eltern in Algerien waren und sie zurück kam, lief es zwischen uns eigentlich wieder ganz gut. Am 26.08.2013 sollte es jedoch nochmal zu einer Wendung kommen. Ich schlief etwas länger wurde jedoch vom Klopfen an der Tür und dem Hundegebell wach. Irgendwann hörte ich jemanden den Namen meiner Frau rufen. Eine Männerstimme rief : "Amina! Amina! Mach bitte die Tür auf". Ich stand auf, guckte aus dem Fenster und sah vor der Haustür den Krankenwagen mit Blaulicht stehen. Ich rannte die Treppe runter und guckte zuerst nach meiner Frau. Ich fand sie dann in der Küche auf einem Stuhl sitzend und mit dem Oberkörper auf dem Küchentisch liegend. Ich sprach sie an, doch sie reagierte kaum. Ich schloss dann die Tür auf um den Rettungsdienst reinzulassen - gerade noch rechtzeitig, denn die eine Rettungsassistentin wollte gerade bei der Leitstelle die Feuerwehr alarmieren und die Tür aufbrechen lassen. Als ich dann auch in die Küche ging, lagen vor meiner Frau meine mittlerweile abgesetzten Blutdruckmedikamente (RamiPlus, Kombination aus 5mg Ramipril und 25mg Hydrochlorothiazid). Davon hat sie Sage und Schreibe eine Tablette genommen. Während sich der Rettungsdienst um sie kümmerte, sagte sie mehrmals, dass sie sterben will. Meine Frau wurde dann in die nächstgelegene geschlossene Psychiatrie gebracht und verbrachte dort ein paar Tage. Als ich sie besuchen wollte und auf der Psychiatrischen Station anrief, um zu fragen, ob ich sie überhaupt besuchen darf, wurde mir dann ganz nebenbei mitgeteilt, dass sie das Krankenhaus bereits wieder verlassen hat. Wann und mit wem wollte man mir am Telefon nicht mitteilen, also ging ich am Abend nach erfolgloser Suche zur nächsten Polizeiwache. Dieser rief dann auf der Psychiatrischen Station an und machte Druck. So bekam ich dann die Informationen, die ich haben wollte. Nebenbei meldete ich meine Frau als vermisst, doch ca. 1,5 Stunden nachdem ich die Polizeiwache verlassen hatte, meldete sie sich bei mir und sagte, dass sie in Itzehoe angeblich bei einer Freundin wäre. Natürlich war ich sauer, denn es hätte sonstwas passiert sein können. Ich rief die Polizei an und sagte, dass meine Frau sich gemeldet hat und sie die Vermisstenanzeige wieder aufheben können, was dann auch geschah.

Nach diesen Selbstmordversuch, wenn man es nach einer Tablette RamiprilPlus überhaupt als sowas bezeichnen kann, begann dann der Anfang vom Ende. Sie fing wieder an, sich zurückzuziehen und verbrachte wieder die meiste Zeit alleine im Zimmer im Dachgeschoss. Der Ramadan ging vorüber und das Opferfest stand vor der Tür. Sie wollte wieder zu ihren Eltern fliegen um mit ihnen das Opferfest verbringen zu können und lieh sich deshalb bei einigen Freunden Geld, um das Flugticket bezahlen zu können. Schon hier hatte ich irgendwie eine Vorahnung und war zuerst gegen ihre Reise, stimmte ihr aber dann doch zu. Zuerst hieß es, sie würde nur eine Woche, halt über die Feiertage, in Algier bleiben. Doch ihre Eltern zahlten die Gebühr für eine Umbuchung des Fluges und so wurde aus einer Woche insgesamt drei Wochen.

In der Zeit, in der sie dann in Algier war, meldete sie sich eigentlich gar nicht mehr freiwillig bei mir. Ich ahnte hier schon,  dass etwas nicht stimmt. Sie sagte zwar, dass sie zurück kommen wird, aber irgendwie wirkte das alles sehr distanziert. Als sie dann tatsächlich zurück kam, verbrachte sie erstmal einige Tage (angeblich) bei einer Freundin in Itzehoe. Am 19.11.2013 kam sie dann doch nach einigen Tagen bei ihrer "Freundin" nach Hause. Sie war keine Stunde hier, als wir uns vor allem wegen ihren "Zwischenstopp" bei ihrer "Freundin" anfingen zu streiten. Sie knallte mir dann einige harte Dinge an den Kopf und sagte, dass sie erstmal eine Ehepause will. Komischerweise erzählte sie mir genau dass, was mir eine ältere schweizerische Bekannte namens Verena (deren Sohn, der mit meiner Frau eine Internet-Freundschaft hatte, selber psychisch krank war und sich erschossen hatte) von ihr auch immer geraten hat, wenn es Streit gab. Nachdem der Streit dann eskalierte und Dinge gegen die Wand und auf den Boden flogen, verließ ich erstmal mit dem Hund das Haus. Als ich das Haus verließ, traf ich dann eine ihrer Freundinnen vor dem Haus - diese wartete dort bereits, um meine Frau abzuholen. Als ich das Haus wieder betrat, sah ich, dass meine Frau alle ihre Sachen gepackt hatte und wusste, dass dies das Ende war.

Ungefähr zwei Wochen später erreichte mich dann ein Brief von einem Rechtsanwalt. Dieser teilte mir mit, dass meine Frau bei ihn vorgesprochen hat und sich scheiden lassen will, da sie ja ein psychischen Martyrium mit mir durchlitten habe. Das sie selber aber an den meisten Streitigkeiten schuld war, hat sie wohl vergessen zu erwähnen. Sie fand kurz nach dem Auszug auch einen neuen Typen, der eigentlich gar nicht so neu ist, denn wie ich mittlerweile zu wissen bekommen habe, läuft zwischen denen schon etwas seit letzten Sommer. Hier im Dorf wurde im letzten Sommer rumerzählt, dass meine Frau Amina in Brunsbüttel mit einen anderen Typen mit eindeutigen Gesten gesehen wurde. Letztendlich dachte ich mir schon, dass sie irgendwo einen anderen Typen hat, aber da ich keine hundertprozentige Gewissheit hatte, bin ich Ruhig geblieben.

Als meine Frau sich umbringen wollte, war ich zuerst sehr geschockt, denn ich bemerkte vorher keine Anzeichen. Heute bedauere ich es, dass sie es aufgrund falscher Medikamentenwahl und niedriger Dosis nicht geschafft hat, sich das Leben zu nehmen, weil sie keine Ahnung von Medikamenten hat. Hätte ich damals mit absoluter Sicherheit gewusst, dass da etwas mit einen anderen Typen läuft, hätte ich mit ihr Dinge gemacht, die selbst den Teufel in Verzweiflung treiben würden! Ihr Neuer, mit dem sie nun auch seit dem 15.01.2014 islamisch "verheiratet" (ohne rechtliche Anerkennung und Auswirkungen) ist, ist für mich übrigens kein Unbekannter. Kurz nachdem ich meine Frau kennen lernte, traf ich ihn (selbst Algerier und ganz nebenbei hat er eigentlich nur die Grundschule erfolgreich abgeschlossen) damals bei einem Lehrgang. Zu dieser Zeit saß sein Vater in Abschiebehaft. Das Medieninteresse an diesen Abschiebefall war groß. So gab es z.B. folgende Berichte:

bz-berlin.de: Nach 33 Jahren: Unserem Vater droht die Abschiebung!

tagesspiegel.de: Algerier aus Abschiebehaft entlassen!

Google-Suche nach weiteren Berichten
Aminas Facebook-Profil


Wie meine Frau mir damals erzählte, haben sie die Story mit der an Krebs gestorbenen Mutter usw. nur erfunden, um mehr Aufmerksamkeit und Interesse für diesen Fall zu gewinnen. Meine Frau wusste dies, da sie Sofian (so ist sein Name), den sie eigentlich durch mich kennen lernte und die ganze Zeit bei Facebook in ihrer Freundesliste und wohl auch Kontakt mit ihn hatte. Es scheint so, als hätte sie einen Hang zu Leuten, die den deutschen Staat an der Nase herumführen. So bescheißt zB auch der größte Teil ihrer ausländischen Freunde diverse Ämter und Behörden, um sich Sozialleistungen einzusacken, die ihnen eigentlich nicht zustehen bzw. sie beziehen Hartz-IV und gehen nebenbei schwarzarbeiten.

Einige Fotos auf ihrem Profil
Was ich mich nun Frage ist: Wie passt das mit all dem zusammen, was sie immer behauptet hat? Wie passt es zusammen, mir meine Fehler vorzuhalten, als ich selbst noch den Islam angehörte und den Islam und die Sharia (inkl. Todesstrafe für Ehebruch) hochleben zu lassen und zu rechtfertigen, selber aber sowas wie Ehebruch zu begehen (was nach der Sharia eines der schlimmsten Verbrechen ist)? Wie passt es zusammen, dass sie vom ersten Tag ab an, wo ich sie kennen lernte, behauptete, dass sie keine braunen bzw südländischen Männer attraktiv findet, sich dann aber einen Algerier krallte? Und wie passt es zusammen, sich draußen zu verschleiern, aber ohne Kopftuch in die Disco zu gehen und wie passt es zusammen, sich draußen zu verschleiern, aber Bilder und Videos von sich machen zu lassen, die kaum eine deutsche Frau von sich machen lässt und die man so eigentlich nur auf Erotikportalen findet?

Verräterischer Kommentar in Bezug
auf dieses Foto! Man beachte das Datum!
Ich frage mich, was ihre (sehr strengen und konservativen) Eltern davon halten bzw. wie sie reagieren werden, wenn sie davon erfahren und was sie mit ihr anstellen werden, wenn sie das nächste mal dort zu Besuch ist.

Nachdem meine Noch-Ehefrau mich Mitte Januar angerufen hatte und darum bat, freundlicherweise bei einer Moschee in Hamburg anzurufen, um denen zu bestätigen, dass sie sich von mir getrennt hat (damit sie ihren neuen Freund islamisch "heiraten" kann), gehe ich einfach mal davon aus, dass sie wirklich fest davon ausgeht, dass sie nach der Scheidung noch in Deutschland bleiben darf. Doch nach § 31 Abs. 1 Satz 1 Aufenthaltsgesetz bekommt sie erst ein eigenständiges Aufenthaltsrecht, wenn die Ehe auf deutschem Boden mindestens drei Jahre bestanden hat. Und das hat sie nicht! In diesem Sinne wünsche ich ihr schon mal vorsichtshalber eine gute Heimreise!

Letztendlich ist es aber doch ganz gut, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist. Denn so habe ich eine ganze Menge Streit und Stress weniger! Und da ich relativ schnell selbst wieder eine neue oder besser gesagt alte Beziehung eingegangen bin, entschuldige ich das alles mit ihren Sturz vom Fahrrad, welcher wahrscheinlich dazu geführt hat, dass sie nur noch Grütze in der Birne hat. Und wenn ich daran denke, dass sie in einigen Jahren vielleicht mal so aussehen könnte wie ihre Mutter, ist mir sicher noch eine Menge erspart geblieben.

Montag, 20. Januar 2014

Karate Kid 3.0: Wer sucht wird (hoffentlich) fündig!

Nachdem ich mich am 05. September 2013 beim Karate-Training verletzt habe und nach dem darauffolgenden Streit mit dem Trainer aus dem Verein ausgetreten bin, musste ich mir eine neue Schule suchen und entschied mich auch gleich für eine andere Stilrichtung, genauer gesagt für das Goju-Ryu Karate. Beim zweiten Training, wo ich mitmachte, erlitt der Trainer nach zehn Minuten einen Herzinfarkt und fiel deshalb erstmal für fast zwei Monate aus. In dieser Zeit wurden wir von einen Taekwondo-Trainer und von einem Hapkido-Trainer vertretungsweise trainiert. Aufgrund der Aufeinanderfolge harter und weicher Techniken und die Betonung auf den Nahkampf und natürlich auch wegen der Nähe zum originalen okinawanischen Ursprung des Karates, habe ich mich für das Goju-Ryu Karate entschieden. Doch nach einigen Wochen des Trainings merkte ich eigentlich erst, dass es das Goju-Ryu Karate eher weniger etwas für mich ist. Also suchte ich in der Zeit, wo ich nicht zum Training gehen konnte, nach einer Alternative. Ich schaute mir nochmal das Wado-Ryu Karate an, trainierte mehrmals mit und stellte fest, dass es mir eigentlich doch mehr zusagt, als das Goju-Ryu Karate. Die Vorteile, die ich beim Wado-Ryu für mich entdeckte, waren die höheren Stände, die die Bewegungen für mich einfacher machen und die runden Bewegungen, sowie die Prinzipien im Wado-Ryu, die da lauten:


  • Sanmi Ittai - Jede Technik im Wadō-Ryū (Ten gi) beinhaltet gleichzeitig eine Änderung der Stellung (Ten i) und eine Gewichtsverlagerung des Körpers (Ten tai)
  • Ausführung aller Bewegungen unter Vermeidung folgender Fehler: Keine falsche oder überflüssige Technik, keine überflüssige Bewegung, kein überflüssiger Kraftaufwand
  • Kontrolle des eigenen Schwerpunkts
  • Tai Sabaki - Verlassen der Angriffslinie durch Ausweichen
  • Abwehr eines Angriffs und Konter erfolgen gleichzeitig (kein Zeitverlust)
  • Kyusho - Techniken sind auf vitale Punkte des Angreifers gerichtet
  • Fließende Übergänge zwischen den einzelnen Techniken

  • Die Energie des Angreifers wird beim Wado-Ryu Karate also durch Umlenken und Ausweichen ins Leere laufen gelassen und anschließend oder gleichzeitig mit Hebel-, Wurf-, Tritt- oder Schlagtechniken gekontert. Die Bewegungen der einzelnen Techniken sind sehr rund. Während zum Beispiel im Shotokan ein Angriff mit Kraft weggeblockt oder weggefegt wird, ermöglichen die runderen Bewegungen im Wado-Ryu Karate die Ausnutzung der Kraft des Gegners, was wiederum dazu führt, dass man kaum Kraft aufbringen muss.

    Von den vier großen traditionellen Stilrichtungen des Karates (Shotokan, Goju-Ryu, Shito-Ryu, Wado-Ryu)  ist das Wado-Ryu Karate die jüngste Stilrichtung. Hironori Otsuka (1892 - 1982) kombinierte das Karate, welches er beim Shotokan-Karate-Gründer Gichin Funakoshi (1868 - 1957) gelernt hatte, mit dem Shindo Yoshin-Ryu Jiu-Jitsu.

    Da ich bereits einige Jahre Jiu-Jitsu trainiert habe, sind mir viele Prinzipien des Wado-Ryu Karates nicht fremd. Durch die Kombination mit Elementen des Jiu-Jitsu beinhaltet dieser Stil aus meiner Sicht alles, was auch der gemeinhin als Karate-Gründer bekannte Gichin Funakoshi unter Karate verstand! Ich hoffe, dass ich bei diesen Stil bleiben und in diesem Stil auch in einigen Jahren meine Dan-Prüfung ablegen werde.

    Gestatten, Sokeshihansensei!

    Aufgrund der turbulenten Zeit, die ich seit August letzten Jahres durchmachen muss, habe ich es nun schon fast zwei Monate nicht mehr zum Karate-Training geschafft. In der Zeit habe ich viel über die momentane Lage der Kampfkunstszene nachgedacht.

    Als ich Mitte der 90er Jahre mit dem Jiu-Jitsu in Itzehoe anfing, war ich gerademal acht Jahre alt. Ich habe es bis Ende 1999 / Anfang 2000 bis zum 3. Kyu (grün) gebracht, wäre jedoch noch zwei Gürtel weiter gekommen (1. Kyu braun), wenn ich zu den Prüfungsterminen nicht krank geworden wäre (und die Prüfungsleistungen erbracht hätte). Damals erweckten die alten Eastern-Filme mein Interesse für die Kampfkunst - wenn meine Eltern schliefen, schlich ich mich ins Wohnzimmer und schaute dann die alten Filme mit Jackie Chan und Bruce Lee. Mein Interesse galt zu dieser Zeit vor allem dem Kung Fu. Nachdem dann bei uns in der Schule Flyer einer Jiu-Jitsu-Schule auslagen und ich meine Eltern so lange nervte, bis sie mich dort angemeldet haben, endete mein Interesse vorerst mit der Jahrtausendwende. 2005 fing ich dann wieder mit dem Jiu-Jitsu an, 2006 bin ich dann nach einigen Problemen mit Mit-Trainierenden aus den Verein gegangen wurden. Bis Januar 2013 dauerte es, bis ich dann meine Begeisterung fürs Karate entdeckte. Ich trat erneut dem Verein bei, in dessen Jiu-Jitsu-Sparte ich einige Jahre zuvor ausgetreten wurden bin. Aufgrund fragwürdiger Trainingsmethoden eines der Karate-Trainer kam es zum Streit mit diesem Trainer/Spartenleiter und ich bin nach ca. einem halben Jahr wieder ausgetreten. Ich berichtete darüber bereits vor einigen Monaten und hatte innerhalb der ersten drei Tage 930 Besucher auf diesen Blogeintrag. Nachdem ich kurz vor meiner vollständigen Genesung dann meinen anderen Trainer im anderen Verein (der aber den gleichen Stil in den Verein unterrichtet, wo es die Probleme mit einen anderen Trainer gab) mitteilte, dass ich demnächst wieder am Training teilnehmen werde, teilte er mir mir, dass ich doch lieber aus den Verein austreten solle, da ich das Vertrauensverhältnis missbraucht hätte. Das ich mit ihn selber nie Probleme hatte, ja sogar viel von ihn gehalten habe, war ich zuerst etwas enttäuscht, aber im Endeffekt ist es doch gut so, wie es gekommen ist (denn so fand ich endlich die Möglichkeit, mich mit Vereinen zu beschäftigen, die namhaften und etablierten Verbänden angeschlossen sind und wo mehr Struktur herrscht).

    In der Zeit, in der ich nun nicht zum Training gehen konnte, habe ich mich jedoch vermehrt theoretisch mit der aktuellen deutschen Kampfkunst- und Kampfsportlandschaft beschäftigt. Nun bin ich kein Experte auf den Gebieten Kampfkunst und Kampfsport, dennoch bin ich auf einige Dinge gestoßen, die selbst den absolut unwissenden Laien komisch vorkommen sollten. Und komisch finde ich, dass die Dinge, die ich hier gleich erwähnen werde, fast ausschließlich nur in Mitteleuropa, Westeuropa und in den USA vorkommen.

    Das Erste wo drauf ich eingehen will, ist die in den letzten Jahren enorm gestiegene Anzahl von neugegründeten Kampfkünsten. Aus diversen Schülergraden der Mittelstufe bis unteren Oberstufe und aus niedrigen Dan-Graduierungen werden nicht selten neue Kampfkünste zusammengewürfelt, deren Beschreibung schon an Größenwahn grenzen. Meist werden dann Kampfkünste/Kampfsportarten miteinander "kombiniert", einzelne Techniken "modernisiert" oder "erweitert" und die Gründer der dieser neuen "Kampfkünste" erheben sich meist direkt selbst zum Shihan 5. Dan, teilweise auch zum Soke oder Kyoshi.

    Viele "Augenweiden" im Bereich der neugegründeten "Kampfkünste" und "Kampfsportarten" habe ich in den letzten zwei Monaten gefunden. Auf zwei Koryphäen der Neugründungen möchte ich jedoch mal etwas genauer eingehen - beide Gründer berufen sich bei ihrer Neugründung auf die japanischen Samurai! Die eine "Kampfkunst" nennt sich Aiki-Dan-Do. Dies ist eine Mischung aus Aikido, Kung-Fu und Kendo. Für den absoluten Laien hört sich dies nicht weiter ungewöhnlich an, für jemanden der aber ein Minimum an Kenntnisse im Bereich Kampfkunst erworben hat, ist dies eine reinste Seifenoper - vor allem dann, wenn man die "historischen" Hintergründe liest und man sieht, dass der Stilgründer steif und fest behauptet, dass es sich beim Aki-Dan-Do um eine authentische Kampfkunst der Samurai handelt. Weiterhin sind die historischen Quellen, die der Stilgründer angibt, zum größten Teil zusammenphantasiert und die Behauptung, dass sich selbst Kleinkinder effektiv gegen Erwachsene und somit gegen deutlich überlegene Angreifer zur Wehr setzen können, empfinde ich verantwortungslos und gefährlich! Betrachtet man nun die einzelnen Kampfkünste, aus denen sich Aiki-Dan-Do zusammensetzt, so fällt eines auf, dass zwei japanische Kampfkünste (Aikido und Kendo) mit einer chinesischen Kampfkunst (Kung-Fu) kombiniert wurden. Das chinesische Kung-Fu hat(te) mit den Samurai nun rein gar nichts zu tun - auch wenn das chinesische Kung-Fu in vielen traditionellen Kampfkünsten als "Mutter aller Kampfkünste" gilt. Ich erspare mir an dieser Stelle nun ausführlicher über Aiki-Dan-Do herzuziehen und empfehle deshalb den entsprechenden Thread in einem Kampfkunstforum.

    Die zweite Koryphäe nennt sich Tatsu Ryu Bushido. Bei diesem Stil bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es sich dabei wirklich um eine Kampfkunst handeln soll oder um einen Samurai-Rollenspielverein. Schon zum Zeitpunkt der Gründung blamierte sich der Stilgründer. Zuerst nannte er seinen Stil nämlich Tako Ryu Bushido. Das Wort Tako, welches so viel bedeutet wie Papierdrache, wurde dann, nachdem es dem Stilgründer bekannt wurde, gegen das Wort Tatsu, was so viel bedeutet wie Drache, ausgetauscht. So hieß dieser Stil übersetzt nicht - wie es heute der Fall ist - so viel wie "Der Weg des Kriegers nach dem Weg des Drachen", sondern "Der weg des Kriegers nach dem Weg des Papierdrachen". Das Bild, welches die Schüler, "Meister" und "Großmeister" des Tatsu Ryu Bushido durch ihr Auftreten vermitteln, liegt irgendwo zwischen TV-Film-Samurai und Samurai-Romantik. Schüler, die den 10. und 9. Kyu tragen, tragen einen normalen schwarzen Kampfanzug (Gi) mit dem Stil-Logo und weißen Gürtel, ab dem 8. Kyu kommt dann ein Hakama (japanischer Hosenrock) in schwarz dazu. Bis zum 2. Dan unterscheiden sich die Graduierungen nur durch die Gürtelfarbe. Träger des 3., 4. und 5. Dan tragen eine schwarze Jacke mit roten Ärmeln und Kragen und mit schwarzem Hakama. Ab dem 6. Dan wird dann ein schwarzer Hakama mit blutroter Jacke getragen. Auch darüber gibt es im Kampfkunstforum einen entsprechenenden Thread.

    Auffallend häufig ist es bei den neu gegründeten Stilen so, dass sich die Stilgründer selbst hohe Dan-Graduierungen verleihen und sich mit Ehrentiteln schmücken. Ganz besonders beliebt scheint der Ehrentitel Shihan (zu dtsch. Lehrmeister oder auch Vorbild) zu sein, aber es gibt auch einige "Meister", die mal als Soke, mal als Hanshi, mal als Kyoshi und mal als Shihan auftreten. Und irgendwie ist auch jeder, den Braungurt erreicht, Sempai (Meisterschüler) und jeder der den ersten Dan-Grad erreicht, ist dann auch gleich Sensei (zu dtsch. bedeutet das Lehrer, Meister, Doktor oder auch Autor). Ich selbst bin nun kein Kampfkunstspezialist, habe aber irgendwo mal vernommen, dass nicht jeder, der einen gewissen Grad erreicht hat, auch gleich automatisch einen Ehrentitel verliehen bekommen hat - zumindest war das in den "guten alten Zeiten" so.

    Weiterhin ist mir aufgefallen, dass sich neu gegründete Kampfkünste fast ausschließlich in Kleinstverbänden oder in Verbänden organisieren, die keinen guten Ruf haben - wohl deshalb, weil sie nirgendwo anders aufgenommen werden. Wenn man sich z.B. auf den Veranstaltungen dieser Verbände umsieht, so haben einige Teilnehmer dort eine Latte an Dan-Graduierungen, deren Anzahl  selbst die "großen asiatischen Meister" in ihrem ganzen Leben nicht erreichen konnten. Ein Verband, der es den Neugründern angetan hat, ist die Martial Arts Association - International. Auch dieser stiloffene Verband hat in der Kampfkunstszene einen zweifelhaften Ruf, obwohl sie einige recht interessante Events veranstalten. Zum einen wurden um die Jahre 2005 bis 2007 sogenannte Umschulungen angeboten, wonach man dann in einen Dan-Grad eingestuft wurde. Und zum anderen behauptet die MAA-I, dass sie eine der ältesten und renommiertesten Kampfkunstverbände weltweit ist. Komischerweise gibt es einen Kampfkunstverband in den USA, der einen ähnlichen Namen trägt, sich jedoch mehrfach von der MAA-I distanziert hat. Weiterhin erkennt der Verband MAA-I so ziemlich alles an und verleiht so ziemlich jeden Grad und Budo-Ehrentitel unter Bedingungen, die dem Verband manchmal den Ruf einbrachten, Dan-Grade und Ehrentitel zu verkaufen. Ein weiterer Verband, der dem größten Teil der Karateka (= Jemand der Karate betreibt) unbekannt ist, ist der Verband WUKF - die World Union of Karate-Do Federations. Im letzten Quartal des Jahres fand z.B. wieder eine Deutsche Meisterschaft dieses Verbandes in Hamburg statt. Einige der Deutschen Meister dieses Verbandes sind mir persönlich bekannt, deshalb kann ich sagen, dass es selbst Typen aufs Treppchen gebracht haben, die die Kata wie ein Dösbaddel mit Null Körperspannung abgetanzt sind. Zwar scheint dieser Verband keine Umschulungen anzubieten und mir sind auch keine Dan-Grad-Verkäufe bekannt, aber wenn jedoch solche Leute es aufs Treppchen schaffen, würden mich die Bewertungskriterien der Wettkampfrichter brennend interessieren. Es gibt noch einige weitere kleine Verbände, die alle keinen guten Ruf haben. Auf jeden einzelnen Verband einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass deren Graduierungen und Wettkampfleistungen nicht von den führenden Verbänden anerkannt werden. All dies ist wahrscheinlich die Ursache dafür, dass die selbsternannten Großmeister und Oberhäupter, deren Stile und deren Verbände bzw. die Kleinstverbände unter sich bleiben und keine Kooperationen mit etablierten Verbänden bestehen.

    Ich frage mich immer wieder, wieso diese Flut an Neugründungen vorwiegend in europäischen Ländern und in den USA stattfindet. Für Personen, die sich für Kampfkünste interessieren und keinerlei Vorkenntnisse haben, ist es häufig sehr schwer, eine Neugründung von traditionellen Kampfkünsten zu unterscheiden - vor allem dann, wenn die Neugründer sich phantasievolle Geschichten zusammenspinnen.

    Montag, 6. Januar 2014

    Weihnachten und Silvester in Dänemark

    Nach all dem Stress den ich Ende letzten Jahres hatte und der sich Ende November noch zuspitzte, verschlug es mich dieses Jahr zu Weihnachten und Silvester nach Dänemark zu Verwandten. Aufgrund des ganzen Stresses konnte ich gar keine Weihnachtsstimmung aufbauen und irgendwie verging die Vorweihnachtszeit für mich wie im Fluge.


    Heilig Abend und Weihnachten 2013

    Wir fuhren also an Heilig Abend gegen 12 Uhr los. Der Weg nach Dänemark hat einige Stunden gedauert, obwohl die dänische Grenze gar nicht so weit von mir entfernt ist. Mein Auto hielt gut durch, aber das Kind auf der Rückbank verlor nach rund zwei Stunden fahrt so langsam die Geduld und machte Stress. Kurz vor der Grenze hielt ich dann bei einer Tankstelle. Ich kaufte für uns etwas zu trinken und für einen unseren Verwandten noch eine Flasche Wein. Ich entschied dann, bei dieser Tankstelle eine kurze Pause einzulegen, denn zum einen machte mich die fahrt irgendwie schläfrig und zum anderen stresste mich das ungeduldige Kind auf der Rückbank. Nach kurzer Pause hatten wir uns dann alle wieder beruhigt, ja sogar unseren Inneren Frieden wiedergefunden und fuhren weiter. Bei den Verwandten angekommen haben wir uns erstmal in unserem Gästezimmer etwas ausgeruht. Circa eine Stunde nach unserem eintreffen kamen dann auch schon die ersten Gäste und die Feier fing an. Mit Kindern waren wir insgesamt 13 Personen. Zu essen gab es Pute mit diversen Beilagen. Die Pute jedoch war so gut, dass mir noch heute das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn ich daran denke. Circa eine Stunde nach dem Essen war es dann endlich so weit: Bescherung! Ich war einer der letzten, der sein Geschenk bekommen hat, dafür habe ich mich aber sehr über das Geschenk meiner besseren Hälfte gefreut. Sie schenkte mir einen ferngesteuerten Hubschrauber :-) Nach der Bescherung war Heilig Abend dann auch größtenteils vorbei. Gegen 1.45 Uhr nachts fuhr ich dann drei Personen mit dem Auto unseres Verwandten nach Hause (der rest fuhr alleine und schlief mit in dem Haus) und danach ging es dann auch für uns zu Bett.

    Der erste Weihnachtstag war ähnlich wie Heilig Abend. Bevor weitere Gäste kamen, fuhren wir aber erstmal zu einer Geburtstagsfeier eines Kindes. Später kamen dann wieder viele Leute zu besuch und blieben zum essen. Diesmal gab es diverse afrikanische Gerichte, deren Namen ich mir nicht merken konnte und selbst wenn ich sie mir merken könnte, diese Bezeichnungen nicht schreiben könnte. Jedenfalls gab es Erdnussbuttersuppe und diverse scharf gewürzte afrikanische Speisen mit Beilagen. Nachdem auch dieser Abend wieder zu Ende ging, fuhr ich jemanden mit dem Auto unseres Verwandten nach Hause und ging danach ins Bett. Den zweiten Weihnachtstag haben wir dann zum Teil bei anderen Leuten verbracht als auch Zuhause bei unseren Bekannten.



    Silvester

    Am Tag vor Silvester, also am 30.12, war ich sehr unruhig, da ich befürchtete, in Dänemark keine feuerwerke kaufen zu können. Irgendwann suchte ich dann eine Bank auf und wechselte Euro in dänische Kronen. Ich suchte in drei Supermärkten nach Feuerwerkskörpern, habe aber keine gefunden. Deprimiert fuhr ich dann wieder zurück, doch einige Stunden später fragten unsere Verwandten mich, ob ich mit in den Supermarkt gehen möchte. Ich stimmte zu und direkt am Eingang sah ich dann die Werbung für Feuerwerke und ausgestellte Feuerwerkskörper. Anders als in Deutschland werden Feuerwerkskörper in Dänemark nicht im Laden zum Verkauf ausgelegt, man muss an der Kasse oder am Servicepoint nachfragen. Also verballerte ich das ganze gewechselte Geld für Raketen und Feuerwerksbatterien und war somit wieder glücklich.

    Am nächsten Tag kamen dann wieder einige Leute zu besuch, diesmal waren wir zwölf Personen. Die Zeit bis Mitternacht wurde dann mit diversen Dingen totgeschlagen. Zu essen gab es wieder diverse afrikanische Gerichte, besonders gut waren die Hackfleischbällchen in Kokusmilchsauce, sowie die Hackfleischbällchen in einer scharfen Chilli-Sauce. Doch irgendwann war das essen auch alle und so musste nach neuen Beschäftigungen neben den Trinken und Unterhalten gesucht werden. Einige Gäste versuchten sich daraufhin im Karaoke. Während unsere Verwandte wirklich sehr gut singen kann, konnte es der Rest der Gäste nicht. Sie ließen sich aber nicht beirren und gaben ihr Bestes! Als jemand dann entdeckte, dass die Karaoke-CD in der Karaokemschine auch den Track (nur Musik und Liedtext) "My heart will go on" enthält, gab es kein halten mehr. Fast alle Besucher sangen zu diesem Lied.

    video

    Gegen 21.30 Uhr holte ich dann zusammen mit unserer Bekannten einen weiteren Gast ab - die Frau kam ganz aus der Hauptstadt Kopenhagen. Als es dann endlich Mitternacht war und die Leute rausgingen und Unmengen an Geld in die Luft jagten, war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Ich war, neben einen Besucher, die einzige Person, die Feuerwerkskörper gekauft hat. Dennoch hatte ich meinen Spaß, auch wenn ich ein Teil von der Batterie voll gegen das rechte Ohr bekommen habe und drei tage danach noch ein gerötetes und leicht schmerzendes Ohr hatte.

    Während den Weihnachtsfeiertagen und Silvester hörte ich immer wieder ein Lied, eines nigerianischen Sängers, welches mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht, auch wenn ich es gar nicht so gut finde. Ich will es euch nicht vorenthalten!




    Am 02.01.2014 sind wir dann morgens um 5 Uhr wieder nach Hause gefahren. Es war eine tolle Zeit in Dänemark und unsere Bekannten haben sich echt Mühe gegeben, dass wir nach den ganzen Stress der letzten Monate mal wieder abschalten konnten.

    Der Gemeinde-Weihnachtsmarkt 2013




    Weihnachtsmarkt 2014
    Ausgestellte Geschenke von
    befreundeten Kirchen-
    gemeinden weltweit
    Am 14.12.2013 fand bei uns in der Gemeinde auf dem Gelände der evangelisch-lutherischen Kirche ein Weihnachtsmarkt statt. Dies ist in unserem Dorf schon zur Tradition geworden. Obwohl dieser Weihnachtsmarkt aus nur sechs Fress- und Saufbuden besteht, sowie aus einer weiteren Fressbude im Inneren der Kirche und dem Verkaufsständen des Marienkreises (Frauengruppe der Kirchengemeinde) und einem Bereich, in dem die Erzieher des evangelischen Kindergartens mit den Kindern basteln, ist der Weihnachtsmarkt jedes Jahr verhältnismäßig gut besucht. Komischerweise sieht man dort aber immer wieder die gleichen Gesichter wie in den Jahren zuvor. Die Betreiber des Weihnachtsmarkts sind auch meist die Leute, die hier die Gemeindepolitik machen und sich nebenbei z.B. in der Freiwilligen Feuerwehr, im Roten Kreuz oder anderweitig ehrenamtlich engagieren.
    Weitere ausgestellte Geschenke von
    befreundeten Kirchengemeinden
    weltweit
    Im Inneren der evang..-luth. Kirche


    Da ich diesem Dorf schon 25 Jahre lebe, ist der Weihnachtsmarkt für mich genau so wenig zum Höhepunkt des Dorflebens geworden, wie das ebenfalls jährlich stattfindende Sommerfest im riesigen Pastoratsgarten. Dennoch ging ich zu diesem Weihnachtsmarkt, war aber ziemlich schnell gelangweilt. Zum einen kenne ich das alles schon und zum anderen sieht man dort eh immer die gleichen Leute - nur werden sie nach und nach älter. Und nicht zuletzt ist ein Weihnachtsmarkt, der aus acht Buden besteht und wo irgendwann mal ein Gemeindearbeiter im schlechten Weihnachtsmannkostüm auftaucht und Süßigkeiten an Kinder verteilt, kein wirklicher Weihnachtsmarkt. Also kaufte ich dort nur sechs Quarkbällchen und ging dann auch schon wieder nach Hause.

    Sonntag, 17. November 2013

    Highlife seit August und Volunteer @ Karate-WM 2014 2.0

    Seit August diesen Jahres spielt sch bei mir ein Drama nach dem Nächsten ab. Angefangen hat alles Ende August und seitdem nimmt es kein Ende mehr - ganz im Gegenteil, es wird immer schlimmer! Der vorläufige Höhepunkt spielte sich Anfang November ab, als ein Bruder meines Vaters durch ärztliches Versagen auf ganzer Linie starb. Einen Tag nach seinem Tod wurde jemand aus meinem engsten familiären Umkreis mit Verdacht auf Thrombose und Blutvergiftung ins Krankenhaus eingewiesen und ganz nebenbei wurden im  Krankenhaus drei weitere Krebsverdachtsdiagnosen gestellt, wovon sich eine nicht bestätigt hat und wo man sich bei den anderen Krebsverdachtsdiagnosen noch nicht sicher ist, dass die Laborergebnisse noch nicht da sind. Zumindest wurde auch der Verdacht auf Blutvergiftung und Thrombose nicht bestätigt, eine Thrombophlebitis (Thrombenbildung durch akute Venenentzündung) jedoch als Diagnose gesichert. Zwei Tage vor der Entlassung wurde dann bei der Lebensgefährten auch ein Krebsverdacht geäußert, den man nun natürlich auch nachgeht. Und ganz nebenbei kam es noch zu weiteren familiären Problemen. Deswegen konnte ich nichts unternehmen, über was ich hier hätte schreiben können.



    Volunteer @ Karate-WM 2014 2.0

    Wie ich bereits vor einigen Wochen erwähnte, hatte ich mich als freiwilligen Helfer bei der Karate-WM  2014 (DKV / WKF) beworben und wurde angenommen. Mit einigen Wochen Verspätung wurde mir nun auch mitgeteilt, für welchen Tätigkeitsbereich man mich einsetzen wird. In meinem Fall ist es der Bereich Security - und dies an allen Veranstaltungstagen.

    Sonntag, 6. Oktober 2013

    Karate Kid 2.0: Neue Stilrichtung

    Vor einigen Wochen berichtete ich auf diesen Blog über die Streitigkeiten mit meinen damaligen Karate-Trainer, die zu meinen Vereinsaustritt führten. Seitdem ich nicht mehr an Krücken gehen muss, habe ich mich nach einen neuen Verein umgesehen und bin fündig geworden.

    Als erstes schaute ich mir das Training des Kadgamala-Karates an. Dieser Stil gefiel mir zuerst sehr gut, den monatlichen Basisbeitrag empfand ich aber mit knapp 90 Euro letztendlich doch zu hoch. Das Problem bei Neugründungen ist zudem, dass die dort erworbenen Graduierungen meist nicht in anderen Dojos anerkannt werden, sollte man mal den Wohnort wechseln und kein Kadgamala-Karate-Dojo in der Nähe ist - zumindest nicht in den vier großen Stilrichtungen des Karates und auch nicht in einigen Verbänden. Und da das Training u.a. auch auf den Wettkampf ausgerichtet ist, war ich letztendlich doch nicht so überzeugt um mich zum Training anzumelden. Ich fand dann einen Verein, in dem das Wado-Ryu Karate trainiert wurde. Ich fand hier auch Würfe und Hebel (da Jiu-Jitsu-Elemente integriert wurden) und einige Katas, die den von mir damals trainierten Shotokan-Katas stark ähnelten (zB. Pinan Nidan im Wado-Ryu, anstatt Heian Nidan im Shotokan). Da es aber meist nur darum ging einen Angriff um- bzw. weiterzuleiten und die Kraft des Gegners auszunutzen um z.B. einen Wurf ansetzen zu können, empfand ich die Unterschiede zum Jiu-Jitsu, welches ich vor einigen Jahren auch trainierten, sehr gering. Eine auch hier erkennbare Ausrichtung auf den Wettkampf und die unterdurchschnittliche Ausstattung des Vereins (Matten mehrfach geflickt, Pratzen regelrecht durchgeschlagen,  Boxsäcke so lange bearbeitet bis die Farbe der Oberfläche an den Haupttrefferflächen komplett weg war) für einen durchschnittlichen Monatsbeitrag brachte mich dazu, dort kein Karate zu trainieren. Also suchte ich weiter.

    Ich schaute mir dann das Training des Goju-Ryu Karates an und fand dort alles, was ich mir unter Karate vorstelle und was ich im Shotokan-Karate vermisste, was der Shotokan-Gründer aber auch als Bestandteile des Karates betrachtete: Hebel, Würfe, Würgetechniken und Bodenkampf! Weiterer Pluspunkt: Aufgrund der traditionellen und selbstverteidigungsorientierten Ausrichtung des Stils und des Vereins nimmt dieser Verein nicht an Wettkämpfe bzw. Turniere teil und zudem ist der Verein auch Mitglied im Deutschen Karate Verband. Ich füllte also sofort das Anmeldeformular aus und werde nun mit Goju-Ryu Karate weitermachen.

    Während ich mir das Training so anschaute, wurde mir auch klar, dass das Goju-Ryu Karate mit dem Shotokan-Karate wenig gemeinsam hat. Selbst die wenigen gleichen Katas dieser beiden Stilrichtungen sind unterschiedlich. Schaue es Dir am Beispiel der Anfänger-Kata Taikyoku Shodan an.

    Taikyoku Shodan im Shotokan-Karate:


    Nun die Kata Taikyoku Shodan im Goju-Ryu Karate:



    Neben einigen anderen Stileigenschaften des Goju-Ryu kommt auch der Verbindung von Atmung und Technik eine große Rolle zu, was man in der Kata Sanchin gut beobachten kann.


    Da ich nun das Karate gefunden habe, welches meinen eigenen Vorstellungen dieser Kampfkunst entsprechen, kann es kaum erwarten, mich endlich bis in die Gruppe der Dan-Grade hocharbeiten zu können.

    Übrigens...
    Der Karatestil, den Daniel LaRusso (Ralph Macchio) in der Film-Trilogie "Karate Kid" von Mister Miyagi (Noriyuki "Pat" Morita) beigebracht bekam, ist ebenfalls der Stil Goju-Ryu.

    Dithmarscher Kohltage 2013 in Marne

    Dithmarscher Kohltage 2013 in Marne

    Wie jedes Jahr fanden auch in diesem Jahr die Dithmarscher Kohltage statt. Vorletzten Samstag besuchte ich diese Veranstaltung in Marne und das endlich wieder ohne Krücken. Neben diversen Fress- und Bierbuden gab es auch einige Verkaufsstände und Kinderattraktionen in der Königsstrasse. Vor der Kirche stand dann die Hauptbühne, wo ein Großteil des Showprogramms durchgeführt wurde.

    Die Sieger der Goldenen Mistforke 2013.
    Mitte: Amtierende Kohlregentin Katharina I.
    Als ich den Veranstaltungsbereich betrat, fand auf der Bühne gerade der Kohlkopfraspelwettkampf statt. Dazu wurden auch einige deutsche Gemüse-Majestäten, wie z.B. das Spreewälder Gurkenkönigspaar und unsere einheimischen Kohlregentinnen Katharina I. und Sonja II., extra nach Marne geladen. Die Goldene Mistforke (1. Platz ) ging dann auch an das Team von Kohlregentin Katharina I., die den Kohl raspelten, als würde es um ihr Leben gehen.

    Nachdem der Wettkampf dann beendet und die Sieger gekürt wurden, schaute ich mich dann weiter auf den Kohltagen um und aß ein Stück Pute (mit Zwiebeln und Remoulade) im Brötchen. Gegen  15.30 Uhr trat da  wieder das Showteam von Lemmens Martial Arts auf der Hauptbühne vor der Kirche auf und zeigten wieder ihre Karate-Vorführung. Diesmal streikte meine Kamera nicht und nahm alles ohne Wiedergabefehler auf.



    Bei den Kohltagen handelte es sich um die gleiche Show wie auf der Messe in Brunsbüttel. Obwohl ich direkt vor der Bühne stand, konnte ich einige Dinge nicht so genau aufnehmen wie auf der Messe. Deswegen hier nochmal die wenigen funktionierenden Videos von der Brunsbütteler Messe an 15.09.2013.





    Nachdem die Show dann vorbei war, lief ich nochmal durch die betreffenden Straßen und schaute mich an  einigen Ständen nochmal genauer um. Dabei traf ich dann auch den dänischen Großmeister, der den Karatestil gründete, der in meinem alten Verein gelehrt wurde, sowie seine Freundin und etwas später noch den Kickboxtrainer mit einigen seiner Kickbox-Gruppemitglieder. Wir unterhielten uns kurz über die Streitigkeiten, die ich mit unseren Trainer hatte und verabschiedete uns dann wieder voneinander. Danach fuhr ich dann wieder nach Hause und ging anderen Aktivitäten nach.



    Montag, 23. September 2013

    Stilrichtungsentscheidung, NOK-Romantika 2013 & Brunsbütteler Messe

    Shotokan, Wado-Ryu, Goju-Ryu oder Kadgamala Karate:
    Die Qual der Wahl

    Nach den Streitigkeiten mit meinen ehemaligen Karate-Trainer (ich berichtete im vorherigen Eintrag) suche ich nun einen neuen Verein, wo ich weiter Karate trainieren kann. Leider ist Karate nicht einfach nur Karate - es gibt diverse traditionelle und moderne Stilrichtungen mit individuellen Eigenschaften. Bei mir in der Nähe gibt es vier bekannte Stilrichtungen und ein Verein, der stiloffenes Karate anbietet. Letzteres kommt für mich aber nicht in Frage. Zuerst möchte ich die unterschiedlichen Stile kurz beschreiben:

    Shotokan Karate
    Tora no maki
    Das Symbol des Shotokan-Karates
    Die Stilrichtung Shotokan (dtsch.: Haus des Pinienrauschen) ist der am weitesten verbreitete Stil im Karate. Dieser Stil wurde von Gichin Funakoshi (1868 - 1957) gegründet und wird vor allem durch tiefe Stände, die kraftvolle und dynamische Bewegungen ermöglichen, charakterisiert. Jede Shotokan-Technik kann als Verteidigungs-, als auch als Angriffstechnik verwendet werden. Ein weiteres Merkmal sind häufige Tritte zum Kopf. Wendungen werden im Gegensatz zum Wado- und Goju-ryu meistens vom hinteren Fuß initiiert. In  allen Stilrichtungen sind die Trefferflächen der Schlag-, Stoß- und Blocktechniken die Gleichen, es gibt jedoch Unterschiede in der Ausholbewegung und in der Ausführung der Grundformen. Es gibt 26 Kata (vorgeschriebener Ablauf aufeinander folgender Techniken).

    Gichin Funakoshi,
    Gründer des Shotokan-Karate
    Das Symbol dieser Stilrichtung ist die sogenannte Tora no maki, die Tigerrolle. Würde man den Stilen die Tierformen des Shaolin Kung Fu zuordnen, so ist dieses Symbol sehr treffend. Der Tiger ist ein starkes und schnelles Tier, er geht direkt in den Gegner hinein und schlägt durch die Deckung. Ausweichen und erneutes angreifen kennt er nicht. Diese Attribute verkörpert auch das Shotokan-Karate und somit ist dieser Stil der wohl offensivste und Kraftvollste. Leider ist dieser Stil auch der am meisten "versportlichte". Dies hat zur folge, dass betont sportliche Elemente, wie eingesprungene (Dreh-)Kicks integriert wurden sind und das der sportlichen Moderne immer mehr Tradition weichen musste. Gichin Funakoshi definierte sein Karate unter anderem so, dass neben Tritt-, Schlag- und Blocktechniken auch Würfe und Hebel zum Karate gehören, wenn auch nicht als Hauptbestandtteil (wie z.B. im Jiu-Jitsu). Diese Würfe und Hebel werden aber in den meisten Dojos und Vereinen nicht mehr vermittelt, da es hier meist eine auf den sportlichen Wettkampf ausgerichtete Form des Trainings gibt.

    Die letzten heute noch lebenden "großen Meister" des Shotokan-Karates sind z.B. Kawasoe Masao (*1945, 8. Dan), Hirokazu Kanazawa (*1931, 10.Dan), Hiroshi Shirai (*1937, 10. Dan), Keigo Abe (*1938, 9. Dan) und Hideo Ochi (*1940, 8. Dan).


    Wado-Ryu Karate
    Symbol des Wado-Ryu Karate
    Frei ins Deutsche übersetzt bedeutet diese Stilrichtung so viel wie "Die Schule vom Weg des Friedens". Dieser Stil wurde von Prof. Otsuka Hironori (1892 - 1982), einem Schüler des Shotokan-Gründers Gichin Funakoshi, gegründet. Hironori war der einzige Karateka (= Jemand der Karate betreibt), dem der höchste Budo-Ehrentitel Meijin (dtsch.: vollendeter Mensch) verliehen wurde. Diese Stilrichtung vereint Elemente aus dem Jiu-Jitsu mit Funakoshis Shotokan-Karate und wirkt optisch leichter und weniger kraftvoll als das Shotokan-Karate und ist ökonomisch in den Bewegungen. Charakteristisch für diesen Stil ist also, dass durch die integrierten Jiu-Jitsu-Elemente die Energie des Angriffs durch Umlenken und Ausweichen ins leere laufen gelassen und anschließend oder gleichzeitig durch Hebel-, Wurf-, Tritt- oder Schlagtechniken gekontert. Weiterhin gibt es 15 Kata (vorgeschriebener Ablauf aufeinander folgender Techniken). Das Wado-Ryu Karate unterliegt folgenden Prinzipien:
    Hironori Otsuka,
    Gründer Wado-Ryu-Karate

    • Jede Technik beinhaltet gleichzeitig eine Änderung der Stellung und eine Gewichtsverlagerung des Körpers
    • Ausführung aller Bewegungen unter Vermeidung folgender Fehler:
      - Keine falsche oder überflüssige Technik
      - Keine überflüssige Bewegung
      - Kein überflüssiger Kraftaufwand
    • Kontrolle des eigenen Schwerpunkts
    • Verlassen der Angriffslinie durch ausweichen
    • Abwehr eines Angriffs und Konter erfolgen gleichzeitig
    • Techniken des Angriffs sind auf vitale Punkte ausgerichtet


    • Fließende Übergänge zwischen den einzelnen Techniken
    Diese Prinzipien sind mit dem Jiu-Jitsu identisch. Aus diesem Grund ist diese Stilrichtung eher defensiv ausgerichtet.

    Die heute lebenden "großen Meister" des Wado-Ryu Karates sind z.B. Jiro Otsuka (*1934, Sohn des Stilgründers), Shuzo Imai (8. Dan) und Rob Zwartjes (*1932, 9. Dan)


    Goju-Ryu Karate
    Symbol des Goju-Ryu Karate, welches
    einen Drachen symbolisieren soll.
    Dieser Stil ist wohl der Karatestil mit der längsten Tradition und enthält besonders viele Elemente aus dem chinesischen Boxen des 17. bis 19. Jahrhundert. Der Name "Goju-Ryu" wurde von Chojun Miyagi (1888 - 1953) unter Bezug auf die lange Zeit geheim gehaltene Bubishi (altes Buch über alte chinesische Kampf- und Selbstverteidigungstechniken) gewählt. Darin heißt es in den "Acht Regeln des Faustkampfes" unter anderem: "Alles im Universum atmet hart und weich". Go bedeutet hart, Ju bedeutet weich und Ryu bedeutet so viel wie Schule oder Stil. Goju-Ryu bedeutet also so viel wie "harter und weicher Stil", was auch gleich die Besonderheit an diesem Stil erklärt: Eine aufeinanderfolge harter und weicher Techniken. Laut der Bugei Ryuha Daijiten, der Enzyklopädie der Kriegskunststile von Kyoshi Watatani und Yamada Tatashi, handelt es sich beim Goju-Ryu Karate um eine Überlieferung traditioneller Kampfmethoden.

    Chojun Miyagi
    Stilbegründer des Goju-Ryu Karate
    Der Stil Goju-Ryu entwickelte sich aus der Erforschung und Systematisierung effektiver unbewaffneter Kampfbewegungen auf Okinawa und ist eng mit der Geschichte von Japan, China und Ryukyu verbunden. Als Stilbegründer bzw. Namensgeber gilt
    Chojun Miyagi (1888 - 1953).

    Die Eigenschaften dieses Stils sind die bis heute erhalten gebliebene Ausrichtung auf Selbstverteidigung und die daraus resultierende Vermeidung sportlicher Elemente, die Koordination zwischen Atmung und Bewegung, sowie die Abfolge und Verbindung harter Techniken (Schläge, Tritte, Blocks) mit weichen Techniken (Würfe, Würgegriffe, Armhebel, Beinhebel, Bodenkampf). Es gibt 12 Kata (vorgeschriebener Ablauf aufeinander folgender Techniken).

    Ordnet man dem Goju-Ryu einen Tierstil des Shaolin Kung Fu zu, so ist dies der Stil des Drachen. Der Drache verfügt über die meisten Techniken und Waffen. Er benutzt nicht nur kreisförmige Bewegungen und weiche Techniken, sondern enthält auch Techniken anderer Tiere wie der Schlange – sprich greifen und halten.


    Kadgamala-Karate
    Symbol des Kadgamala-Karate
    Copyright: Kadgamala Organisation e.V.
    www.kadgamala.de
    Das Kadgamala-Karate wurde vom tüchtigen Geschäftsmann, WAKO- und IAKSA-Gründungsmitglied (weltweit führende Kickboxverbände), Kampfkunstexperten, Kickbox-Pionier Europas, lebende Kampfsportlegende und gebürtigen Belgier Geert W. Lemmens gegründet, der übrigens nicht weit weg von mir wohnt. Nach diversen bahnbrechenden Erfolgen und als bester belgischer Kampfsportler aller Zeiten wurde Geert W. Lemmens von der belgischen Krone zum Ritter geschlagen. Als Experte auf den Gebieten Kampfsport und Kampfkunst besitzt er zudem folgende Graduierungen:
    • 10. Dan Kadgamala-Karate
    • 10. Meistergrad Kickboxen (IAKSA)
    • 8. Dan Kyokushin Budokai (Bluming / Kurosaki)
    • 7. Dan Kyokushinkai (Oyama / Bluming) - Vollkontakt-Karate -
    • 6. Meistergrad Kickboxen (WAKO)
    • 5. Dan Shotokan-Karate (DKV)
    • Gant d´Argent Boxe Francaise
    Geert W. Lemmens,
    Gründer Kadgamala-Karate
    1979 wurde das Kadgamala-Karate zum ersten Mal in Heide vorgestellt, erhielt aber erst 1981 seinen Namen. Das Kadgamala-Karate wird auch als Kadgamala Marg bezeichnet und bedeutet "Der Weg des fliegenden treffenden Speeres". Dieser moderne Karatestil verbindet Karate vor allem mit Elementen aus dem Kalaripayyat, Kickboxen und Yoga und lehrt neben den traditionellen Shotokan-Kata auch einige vom Gründer Geert W. Lemmens selbst erstellte Formen (Kata) - und das alles unter Berücksichtigung neuester  sportmedizinischer und sportwissenschaftlicher Erkenntnisse und den individuellen Grunderkrankungen seiner Schüler. Die Stände sind jedoch höher als beim Shotokan und anders als bei den Shotokan-Kata wird eine Hand nicht zur Hüfte gezogen (jap.: Hikite), sondern bleibt ähnlich wie bei einem Boxer in Kinnhöhe. Obwohl Lemmens als "Championmacher" und seine Schüler für gute Leistungen auf Turnieren bekannt sind und seine Schulen über zwei unterschiedliche Showteams verfügen, ist das Training m.W.n. zu gleichen Teilen auf Wettkampf  und Selbstverteidigung ausgerichtet.



    Mit einigen Vereinen nahm ich bereits vor dem Streit, aber nach meinen Verletzungen, Kontakt auf. Ich habe dort um ein Probetraining gebeten, welches mir dann auch angeboten wurde. Wenn ich aber nun die Unterschiede zwischen den einzelnen Stilrichtungen außer acht lasse und  mich alleine darauf beschränke,  wie die einzelnen Vereine auf mich wirken, fällt mir die Entscheidung noch schwerer. Ein Verein z.B. ist sehr modern eingerichtet und ausgestattet, hat aber einen sehr hohen Monatsbeitrag. Ein anderer Verein hingegen bietet das Training für knapp 30 Euro im Monat an, verfügt aber über eine unterdurchschnittliche Einrichtung  und Ausrüstung. Dies macht sich zum Beispiel daran bemerkbar, dass die Matten mehrfach geflickt wurden, die Pratzen schon förmlich durchgeschlagen sind und die dort hängenden Boxsäcke so ausgelatscht sind, dass das verarbeitete Gewebe an den Haupttrefferflächen keine Färbung mehr besitzt.

    In den nächsten Wochen werde ich jedoch an einigen Probetrainings teilnehmen und mich dann vielleicht für einen Verein entscheiden - jedenfalls weiß ich schon, dass mir die Shotokan-Kata am besten gefallen. Eine weitere Voraussetzung die ich an meinen zukünftigen Verein stelle, ist die Mitgliedschaft in einem Karate-Verband, denn in meinem vorherigen Verein gab es sowas nicht!                                                        

                                                                          

    NOK-Romantika 2013 - Das Lichterfest am Nord-Ostsee-Kanal

    Am 07.09. fand in den meisten Dörfern und Städten am Nord-Ostsee-Kanal das Lichterfest "NOK-Romantika" statt. Trotz leichten Regen und meiner Verletzungen, die meinen Gang wegen den Schmerzen sehr stark eingeschränkt hatten, ließen wir es uns nicht nehmen, dass Lichterfest zu besuchen. Da es an diesem Tag immer wieder anfing zu regnen, waren weniger Besucher als im letzten Jahr dort und da ich kaum laufen konnte, verbrachten wir die meiste Zeit auf den Sitzgelegenheiten. Gegen 19 Uhr waren wir da, der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung begann aber erst um 21 Uhr mit einer spektakulären Feuershow der Artistengruppe "Spice" aus Berlin. Obwohl es sich um absolute Profis auf ihrem Gebiet handelt, bereitete der leichte aber fast durchgehende Regen der Gruppe Probleme. So kam es zum Beispiel mehrfach vor, dass den Artisten ihre Gegenstände aus der Hand gerutscht sind und das sie sich auf der Bühne nicht so bewegen konnten, wie es eigentlich zur Choreografie gehörte. Die Feuershow war mit der vom letzten Jahr zum großen Teil identisch, deswegen erspare ich es mir, ein neues Video hochzuladen..

    Ich nahm mir fest vor, die komplette Feuershow aufzunehmen, doch leider wurden einige Aufnahmen fehlerhaft aufgenommen und letztendlich war das Akku der Kamera leer. Auch der sonstige Aufbau der Veranstaltung war identisch mit der im letzten Jahr. Nachdem die Feuershow zu Ende war, sind wir dann auch wieder nach hause gefahren, denn meine Schmerzen wurden immer stärker.                    



    Brunsbütteler Messe 2013

    Vom 13. bis zum 15. September fand eine Messe in Brunsbüttel statt. Da meine Frau dieses Wochenende bei einer Freundin in Itzehoe verbrachte und wir am Freitag den 13. keine Zeit hatten, die Messe zu besuchen, entschloss ich mich, am 14.09. alleine zu gehen. Mit den Krücken, an denen ich wegen meinen Verletzungen noch gehen musste, war der Besuch recht beschwerlich, aber trotzdem interessant. Der Eintritt kostete zwar 3 Euro, da es dort aber eine Vorführung des Showteams der Kampfkunstschule Lemmens Martial Arts gab, war der Preis für mich vollkommen in Ordnung. Da ich aber mit Krücken nicht so schnell gehen konnte, viel Verkehr war und ich lange nach einen freien Parkplatz suchen musste, kam ich pünktlich zum Zeitpunkt, als sich das LMA-Showteam von der Bühne verabschiedete. Ich war darüber etwas verärgert, aber leider war es nicht mehr zu ändern. Dennoch hatte ich Glück im Unglück: Am nächsten Tag, am Sonntag (15.09.2013), hatte das Showteam noch einen Auftritt um 15 Uhr. Also schaute ich mir an diesen Samstag erstmal die Stände der ansässigen Unternehmer und Geschäfte an, fuhr am Fahrsimulator einer Fahrschule mit 1,2 Promille mit dem Auto und habe mich an dem Stand eines Restaurants quer durch die kostenlosen Probier-Menüs gefressen und beim Stand der AOK habe ich dann auch noch ein LED-Touchpad mit Kugelschreiber gewonnen. Während ich den Restaurant-Stand leer fraß, sah ich am Nachbarstand der VHS auch noch meinen ehemaligen Deutschlehrer der Abendrealschule, der übrigens trotz Legasthenie das Studium der Germanistik erfolgreich abgeschlossen hat. Wir kamen ins Gespräch und unterhielten uns über Gott und die Welt. Danach kam ich dann mit den Instruktoren von Lemmens Martial Arts ins Gespräch und bekam die Erlaubnis, bei deren Karatetraining zuschauen zu dürfen, was dann auch am letzten Dienstag (17.09.) geschah. Seitdem ist das LMA-Dojo in der engeren Auswahl meiner Vereinswahl.

    Am nächsten Tag (Sonntag, 15.09.) fuhr ich dann um 14 Uhr zur Messe, denn ich wollte bei der Karate-Vorführung dabei sein und einen guten Platz haben, den ich dann auch bekam. Es fad gerade eine Kochbuchpräsentation mit Interview der Autori statt. Pünktlich um 15 Uhr ging es dann los, um 15.30 Uhr war die Vorführung zu Ende. Ich habe mehrere Videos gemacht, doch leider wurden einige Videos wieder fehlerhaft aufgenommen. Jedenfalls fand ich das S.T.O.R.M.-Showteam von Lemmens Martial Arts sehr gut und bin irgendwie ein Fan von denen geworden, denn für ein geschätztes Durchschnittsalter von 10 bis 15 Jahren waren sie sehr gut.

    Nach der Karate-Show von LMA fand dann eine Modenschau des Modehauses "Braak Fashion" aus Brunsbüttel und Marne statt. Es wurden die aktuelle Trends von Marken wie Escada und S.Oliver von einigen älteren (ca. 50 Jahre alten) und jüngeren (ca. 17 bis 20 Jahre alten) Frauen auf dem Laufsteg vorgeführt, was dann auch den Verkauf am Messestand des Modehauses steigen ließ. Danach ging es dann weiter mit einer Fitness-Vorführung und zuletzt wurden die Sieger des Gewinnspiels ausgelost. Ich blieb bis zuletzt und bewegte mich kaum von meinem Platz vor der Bühne, denn vom ganzen herumlaufen mit den Krücken am Vortag hatte ich Muskelkater in den Armen und Händen.

    Samstag, 14. September 2013

    Vereinsaustritt & Volunteer @ Karate-WM 2014

    Der Sommer ist nun schon fast vorbei, wenn man hier bei mir überhaupt von einem Sommer sprechen kann. Während der letzten Monate ist eigentlich nichts passiert, was ich hier auf meinem Blog erwähnen könnte. Es gab eine Menge Stress, Langeweile und schlechtes Wetter.



    Nach Streit mit kritikunfähigen Trainer der Vereinsaustritt

    Am 05.09.2013 hatte ich wiedermal, wie jeden Donnerstag, Karate-Training. Da ich fünf Minuten zu spät in der Halle war, mussten wir all 100 Liegestütze machen. Ich musste zählen und somit das Tempo angeben. Da Liegestütze nicht gerade meine Top-Disziplin darstellen, habe ich nur 20 Stück durchgehalten und machte ab dann in der "Mädchen-Version" (Knie auf den Boden) weiter. Bei rund 50 Liegestützen konnte ich nichtmal mehr die "Mädchen-Version" durchhalten, jede weitere Liegestütze wurde zur Qual und nach zwei bis drei Liegestützen hintereinander sackte ich auf den Boden. Ich sagte mehrmals, dass ich nicht mehr kann, war meinem Trainer aber hörig und machte weiter, nachdem Sprüche kamen, die vom Wortlaut her in etwa aussagten, dass ich noch könne, aber mein Wille zu schwach sei und mein Ehrgeiz machte den Rest. Ich merkte zum Teil schon meine Arme nicht mehr und die Muskeln fingen zum Teil heftig an zu zittern. Ich biss die Zähne zusammen und machte weiter. Nachdem die Bestrafungsaktion dann zu Ende war, wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die eine Gruppe hatte Kihon (Grundschule)- und Kata-Training bei einem anderen Trainer, die andere Gruppe hatte Abhärtungstraining beim hier erwähnten Trainer. Irgendwann wurden die Gruppen dann getauscht und so hatte dann auch meine Gruppe Abhärtungstraining.

    Mein Trainer legte bereits zu Trainingsbeginn den oberen Teil eines Sportkastens an eine Wand. Der genaue Begriff ist mir unbekannt, jedenfalls besteht das Sportgerät aus mehreren stapelbaren Holzkästen und das letzte obere Teil hat eine mit Schaumstoff und Kunstleder beschichtete Oberseite. Auf diesen Oberteil, welches an die Wand gelegt wurde, mussten wir uns mit den Zehen auf die Kante stellen und uns dann so weit wie möglich ganz nach unten und dann wieder ganz nach oben drücken. Ich nenne diese Übungen "Wadenheber", wovon wir zwei Durchgänge a 150 Wadenheber mit einer Pause von ca. 1,5 bis 2 Minuten nach jeweils 50 Wadenhebern gemacht haben (Reihenfolge: Wadenheber - Fingerkuppenabhärtung an Wand - Wadenheber - Beintraining mit Gürtel). Bei diesen Wadenhebern kam ich gut mit und hatte auch keine Probleme, schmerzen merkte ich, bis auf ein mal einen leichten brennenden Schmerz, nicht.

    Am nächsten Tag merkte ich nach dem aufstehen dann einen ziemlich starken Muskelkater in den Waden, vor allem in der linken Wade. Die Schulter- und Ellenbogengelenke schmerzten beidseitig stark, aber auch hier war die linke Seite viel stärker betroffen als die rechte Seite. Da mir an diesem Freitag vor allem das linke Ellenbogengelenk starke Schmerzen bereitete und ich den Arm nicht weiter als 90° anwinkeln konnte, fuhr ich ins Krankenhaus und lies den Arm röntgen. Der Chefarzt der Ambulanten Chirurgie behandelte mich. Ein Bruch konnte ausgeschlossen werden, eine Prellung wurde jedoch gesichert. Nachdem ich erzählte, welche sportlichen Aktivitäten ich am Vortag machte, stand seine Diagnose entgültig fest: Prellung durch Überbelastung durch Liegestütze!

    Im Laufe des Tages machte meine linke Wade immer mehr Probleme, gegen Abend konnte ich die Wade kaum noch auf den Boden aufsetzen und den Fuß nicht mehr anziehen, ging aber in der Hoffnung, dass sich der Muskel durch etwas Bewegung wieder lockert und die Schmerzen nachlassen, trotzdem noch an diesem Freitag zum Karate in einem anderen Verein. Dort konnte ich dann die Übungen schon zum größten Teil von Anfang an nicht mehr mitmachen. Am späten Abend, so gegen 23.30 Uhr wurden die Schmerzen in der Wade so stark, dass ich es nicht mehr aushalten konnte und zudem wurde der untere Bereich des Beins immer steifer. Nun konnte ich auch die Ferse nicht mehr auf den Boden aufsetzen, sondern nur noch wenig mehr als die Zehenspitzen. Im Krankenhaus wurde ich erneut untersucht (hier bereits 07.09. da nach Mitternacht), auch hier lautete die Diagnose in Bezug auf die Wade "Uncharakteristische Schmerzen li. Unterschenkel bei Sportüberbelastung". Mit einem Rezept für Schmerzmittel wurde ich wieder nach Hause geschickt. Am gleichen Tag, nur etwas später, wurden die Schmerzen erneut stärker, sodass die Schmerzmittel nur noch wenig brachten.Also fuhr ich wieder in die Anlaufpraxis. Nach erneuter Anamnese stellte die Ärztin dann die Diagnose "Verdacht auf Muskelfaserriss Wade links". Die Dosierung der Schmerzmittel wurde erhöht und zudem wurde mir ein Privatrezept für das Medikament Traumeel S (pflanzliches Mittel bei Sportverletzungen, deshalb grünes Privatrezept) ausgestellt. Hinzu kamen nun auch Schmerzen im rechten Sprunggelenk, welche sich später auch als Prellung herausstellen sollte

    Am späten Abend steigerten sich die Schmerzen weiter, es kam zudem häufiger zu regelrechten Wadenkrampfattacken. Also fuhr ich wieder ins Krankenhaus, denn die Schmerzen machten mich Irre und ich befürchtete, dass auch ein Sehne oder ein Band gerissen war, denn der Schmerz zog langsam über die Kniebeuge in den Oberschenkel. Laufen war wegen starken Schmerzen, Wadenkrämpfen und einen sehr stark verhärteten Wadenmuskel nicht mehr möglich, also wurde ich im Krankenhaus in einen Rollstuhl gesetzt. Nach rund 2 Stunden warten wurde ich dann aufgerufen und untersucht. Da nach der ersten Untersuchung und Anamnese zuerst der Verdacht einer Thrombose im linken Bein bestand, wurde mir Blut abgenommen. Weitere zweieinhalb bis drei Stunden wartete ich dann auf das Laborergebniss, welches letztendlich aussagte, dass keine Thrombose vorliegt. Also wurde ich weiter untersucht und schon wieder wurde die Diagnose "Muskelfaserriss" gestellt. 

    Nachdem die Untersuchungen mitten in der Nacht beendet waren, bekam ich Krücken und zwei Thrombose-Spritzen (Mono Embolex 3000 i.e. Prophylaxe) zur Thrombose-Vorbeugung mit. Am nächsten Tag musste ich dann zu meinen Hausarzt, der mich dann für knapp drei Wochen (bis 29.09.) krank geschrieben hat und mir wenig Hoffnung machte, dass ich vor dem 01. November wieder arbeiten gehen kann. Zudem wurden mir 10 weitere Thrombose-Spritzen "Mono Embolex 3000 i.e. Prophylaxe" verschrieben. In der Zwischenzeit kam nun auch Fieber dazu, welches mein Hausarzt letztendlich als Zeichen des eingesetzten Heilungsprozesses deutete.

    Fassen wir also kurz zusammen:
    • Nach 100 Liegestützen und insgesamt 300 "Wadenhebern" habe ich mir Prellungen beider Ellenbogen- und Schultergelenke zugezogen, sowie eine Prellung des rechten Sprunggelenks und einen Muskelfaserriss betreffend der linken Wade.
    • Mir wurden folgende Medikamente in folgenden Dosen verschrieben: 4 x 30 Tropfen Metamizol plus bei Bedarf 2 x Ibuprofen 600, Thrombosespritzen Mono Embolex 3000 i.e. Prophylaxe und Traumeel S Tabletten
    • Ich muss an Krücken gehen
    • Ich bin mindestens drei Wochen krankgeschrieben und werde wahrscheinlich auch noch länger krankgeschrieben werden.

    Einer der Ärzte, der mich behandelt hat, bezeichnete die Wadenheber als "Gift für die Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder" und bezeichnete die Art und Weise des Trainings als "sehr gesundheitsschädlich" und das Training, bei dem ich mich verletzte, als "Körperverletzung".

    In den nächsten Tagen fragte ich bei Facebook einige Leute, die das Training mitgemacht haben, ob bei ihnen auch Verletzungen aufgetreten sind. Bis auf eine Person wurde diese Frage von jedem verneint. Die eine Person, die dies nicht verneinte, klagte jedoch nur über starke Wadenschmerzen. Bei einer Person brachte ich zudem mein Ärger zum Ausdruck, schilderte meine Verletzungen, was die Ärzte darüber denken, erwähnte dass es mehrere Leute in der Karate-Gruppe gibt, die das Training des hier besagten Trainers grenzwertig finden (aber komischerweise steht niemand öffentlich dazu) und kündigte an, mich beim Trainer beschweren zu wollen. Nachdem, was dann gestern passierte, hat es für mich so den Anschein, als wurde das, was ich schrieb direkt an den Trainer weitergetragen und dies wurde dann wohl auch noch mit Unwahrheiten oder Übertreibungen vermischt.

    Am Mittwoch, den 11.09.2013, lies ich mich nochmal in der Sporthalle blicken, da ich hoffte, dass ich den besagten Trainer dort auch antreffe. Leider habe ich ihn wahrscheinlich nur um einige Minuten verpasst. Ich wollte dann bei ihn Zuhause anhalten, als ich dort aber vorbei fuhr, brannte nur noch ein Licht im oberen Stockwerk. Da ich dachte, dass er bereits im Bett liegt weil er vielleicht Frühschicht hat, fuhr ich direkt weiter nach Hause. Am gestrigen Donnerstag, den 12.09.2013, ging ich dann wieder in die Sporthalle und dort traf ich dann auf den besagten Trainer, der gerade die Kickboxer im Auge hatte.

    Als ich die Halle betrat, begrüßte er mich mit patziger Tonlage mit den Worten "Was willst du denn hier?". Ich ging zu ihn und hatte eigentlich beabsichtigt, ein normales gesittetes und klärendes Gespräch mit ihn führen zu können, doch daraus wurde leider nicht. Er sagte, dass das, was ich "im Internet mit den Mails abgezogen habe" scheiße war. Er sagte zudem auch, dass er mir nicht glaubt, dass ich mir durch 100 Liegestütze beide Schulter- und Ellenbogengelenke geprellt habe. Ich hatte diverse mir vorliegende schriftliche Untersuchungsergebnisse mit, die ich ihn dann zeigen wollte, doch er lehnte es ab sich diese Dokumente anzusehen. Er fing dann an, mir eine Standpredigt zu halten, deren Inhalt zum Teil nicht zutreffend war und deshalb wollte ich ihn unterbrechen und die Dinge richtig stellen. Seine Tonlage wurde dann noch  lauter, doch ich lies mich davon nicht beirren und versuchte weiter zu Wort zu kommen. Als ich dann zu ihn sagte, dass er so nicht mit mir zu reden hat, verwies er mich der Halle - wohlgemerkt der Sporthalle einer Grund- und Regionalschule, wo er kein Hausrecht besitzt! Ich weiß nicht mehr wann er im Gespräch erwähnte, dass er jetzt redet und er sich von einem Gelbgurt nichts sagen lässt. Als ich die Halle dann verlassen wollte, rief er mir hinter, dass er mir 30 Sekunden gibt, um die Halle zu verlassen und rief mir weiterhin hinterher, dass ich die Vereinsmitgliedschaft kündigen sollte. Da ich mich bereits dazu entschlossen hatte, aus dem Verein auszutreten, sollte er wieder irgendwelche unangebrachten Sprüche reißen oder an den Rande eines Nervenzusammenbruchs gelangen und deshalb nicht zu einem normalen Gespräch in der Lage sein, hat mich dieser mehr oder weniger direkte Rauswurf in keinster Weise getroffen - zwei  Alternativvereine hatte ich mir schon rausgsucht. Ich muss mich nur noch zwischen den Karate-Stilen Shotokan, Goju-Ryu und Wado-Ryu und der Kampfskunstschule Lemmens Martial Arts (Kadgamala-Karate) entscheiden . Weiterhin störte es mich sowieso, dass er angeblich Shotokan-Karate unterrichtet und in diesem Stil den 1. Dan als seine Graduierung angibt, tatsächlich aber den 1. Dan im Ryoku Shin Do besitzt. Weiterhin hatte es so einige Male den Anschein, als würde eine klare Struktur fehlen, denn so verwendete er z.B. zwei verschiedene Gürtelrangsysteme und lehrte in seinem Techniken, deren Ausführung betreffend den Feinheiten der Techniken nicht mit den eigentlich unterrichteten Karate-Stil identisch sind. 

    Wie dem auch sei: Im Auto schrieb ich ihn dann einen Brief, in dem ich ihn erstmal erklärte, dass er als Schwarzgurt nichts besseres ist als ich und ich ihn weiterhin das wichtigste mitteilte, was ich ihn mitteilen wollte. Am Ende des Briefes erwähnte ich dann noch, dass er sich als Polizist eigentlich mehr unter Kontrolle haben sollte. Ich faltete den Brief zusammen und klemmte ihn an den Scheibenwischer der Heckscheibe seines Autos. Mir ging es eigentlich nicht darum, sein gesamtes Training zu kritisieren. Vielmehr wollte ich ihn nur dazu anregen, seine Trainingsmethoden zu überdenken. Ich hatte mich auf ein ruhiges sachliches Gespräch eingestellt, doch daraus wurde leider nichts. 

    Nachdem ich dann Zuhause war, schrieb ich sofort einen Beschwerdebrief, dem ich Kopien aller in meinen Besitz befindlichen ärztlichen Unterlagen beifügte, an die beiden Vorsitzenden des Vereins und erklärte darin auch meinen Vereinsaustritt. Noch am gleichen Abend warf ich die Beschwerdebriefe persönlich in die Briefkästen der Vorsitzenden und auf telefonischer Nachfrage wurde mir bestätigt, dass der Beschwerdebrief tatsächlich erhalten wurde. Weiterhin nahm ich einen Termin bei meinen Rechtsanwalt wahr, der für mich mögliche Schmerzensgeldansprüche prüfen sollte. Nach den momentanen Kenntnissstand könnte ich ihn nach Auskunft meines Rechtsanwalts tatsächlich erfolgreich auf Schmerzensgeld verklagen, da ich alle Verletzungen und deren Ursachen schriftlich bestätigt habe. Ob ich aber wirklich so weit gehen soll, werde ich mir in den nächsten Tagen genauer überlegen.

    Hier nun einigen Scans der ärztlichen Unterlagen:














    Freiwilliger Helfer bei der Karate-Weltmeisterschaft 2014

    Im November 2014 findet in Bremen die 22. Weltmeisterschaft im Karate, ausgerichtet vom Deutschen Karate Verband (DKV), statt. Da der DKV der renommierteste und der einzige im Olympischen Sportbund vertretene Karateverband in Deutschland ist, genießt in Deutschland keine andere Karate-Meisterschaft ein höheres ansehen und mehr Prestige. Ich werde berichten, sobald die WM vorbei ist und natürlich auch Bilder und Videos posten.

    Für welchen Bereich ich eingeplant werde,werde ich jedoch am kommenden Sonntag (15.09.2013) erfahren. Aufgrund meiner Referenzen gehe ich u.a. vom Brandschutz und von Erster Hilfe aus, vielleicht wird es aber auch der Bereich Akkreditierung, Siegerehrung oder was ganz anderes sein. Was es aber genau sein wird, werde ich zur gegebener Zeit berichten.