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Samstag, 12. Juli 2014

Bujinkan Budo Taijutsu - Der Weg des Ninjas

Logo des Bujinkan Budo Taijutsu


Wie ich hier bereits mehrfach schrieb, hatte ich schon früh ein gewisses Interesse für Kampfsport. Ganz besonders angetan hatte es mir damals das Kung Fu, doch weil es hier im Umkreis keine Möglichkeit gab, Kung Fu zu trainieren, fing ich mit Jiu Jitsu an. Neben dem Kung Fu interessierten mich aber auch Ninjas seitdem ich den Film "Ninja III: Nur ein Ninja kann einen Ninja töten" heimlich in der Nacht gesehen habe. Dieser Film ist natürlich zu einem nicht unerheblichen Teil unrealistisch, aber dennoch hat mir dieser Film gefallen. Deshalb hier erstmal meine beiden Lieblingsszenen.





Vor kurzem habe ich nun hier in der Nähe ein Dojo gefunden, wo Bujinkan Budo Taijutsu trainiert wird. Das Bujinkan Budo Taijutsi ist eine Mischung aus neun alten Samurai-Stilen (Jujutsu) und drei alten Ninja-Stilen (Ninjutsu). Das momentane Oberhaupt ist Dr. Masaaki Hatsumi, der diese Kampfkunst auch durch die Zusammenfügung diverser Stile, in denen er Meister ist, erfunden hat. Dr. Hatsumi wird in den Medien auch häufiger als "Der letzte lebende Ninja" bezeichnet. Die Techniken, die im Bujinkan Budo Taijutsu gelehrt werden, sind eher als "alte Kriegskunst", denn als Kampfkunst zu verstehen. Anders als in vielen anderen Kampfkünsten, gibt es keine 10. Dan-Grade sondern isgesamt 15. Auch das Kyu-Gradsystem ist im Gegensatz zu anderen Kampfkünsten komplett anders. Das Gradsystem setzt sich aus folgenden komponenten zusammen: Grüner Gürtel für Männer (Schüler), roter Gürtel für Frauen (Schüler), schwarzer Gürtel ab 1. Dan, je nach Grad diverse farbige Sterne als Brustaufnäher über dem Bujinkan-Logo-Brustaufnäher, je nach Grad unterschiedlich gefärbter Bujinkan-Logo-Brustaufnäher.

Schülergrade, gestartet wird beim 10. Kyu (weiß)

1. bis 4. Dan, gestartet wird beim 1. Dan nach dem 1. Kyu
5. bis 9. Dan, gestartet wird nach dem 4. Dan logischerweise beim 5. Dan
10. bis 15. Dan, gestartet wird nach dem 9. Dan logischerweise beim 10. Dan




Obwohl, das Bujinkan Budo Taijutsu (nachfolgend nur noch BBT genannt) eigentlich nur zu einem Viertel aus Ninja-Stilen besteht, ist es der wohl bekannteste und weit verbreitetste Kampfstil, der mit Ninjas in Verbindung gebracht wird. Besonderheiten des BBT sind neben den normalen unbewaffneten Kampftechniken auch die große Bandbreite an Waffen und Hilfsmitteln interessant. In Deutschland sind leider einige wenige Waffen, die in diesem Stil trainiert werden, verboten. So z.B. die Wurfsterne (Shuriken). Mich persönlich interessiert ganz besonders das Metsubushi (Blendpulver) und die verschiedenen Arten der verwendeten Hieb- und Stichwaffen (Bo, Wakizashi, Daito, Jo usw.).

Momentan bin ich wieder total aus dem Häuschen und freue mich darauf, am Probetraining teilzunehmen. Leider werde ich, wenn ich mich für das BBT entscheiden würde, mit dem Karate aufhören müssen, da beides an den gleichen Tagen zur fast der selben Zeit stattfindet. Meinen weißen Karateanzug kann ich dann nicht mehr tragen, denn im BBT trägt man schwarz und z.T. auch so einen Ninja-Anzug z.B. von der Marke Kwon mit passenden Schuhen:



Samstag, 5. Juli 2014

Neuer Königspython

Foto: Königspython (Python regius)


Leopardgecko
Am 17.06. war ich in Itzehoe in einer Zoohandlung. Ich spielte eigentlich schon länger mit dem Gedanken, mir ein Terrarium, Aquarium oder Vivarium anzuschaffen, konnte mich aber aus diversen Gründen nicht so recht entscheiden. Zuerst schloss ich ein Vivarium aus, danach dann ein Aquarium. Meiner Vorliebe für Reptilien und einigen Amphibien hatte ich es zu verdanken, dass ich lange nicht wirklich wusste, was für ein Terrarientier ich mir anschaffen wollte. Als erstes hatte ich Leopardgeckos im Sinn, doch irgendwie waren auch Schlangen für mich wieder interessant. Schlangen sind neben Hunde sind Riesenschange meine absoluten Lieblingstiere. Ich schaute dann bei Facebook in einigen Gruppen und bekam dann eine 2,3 Meter lange Boa constrictor angeboten. Nach einigen Tagen des Überlegens entschied ich mich dann gegen eine Boa in dieser Größe, denn immerhin leben hier auch noch zwei kleine Kinder (7 Monate und 2,5 Jahre). Ein Ausbruch der Schlange oder eine Beschädigung des Terrariums durch spielende Kinder hätte bei dieser Größe unter Umständen fatale Folgen. Vor allem in den USA hört man häufiger von Riesenschlangen, die ausgebrochen sind und in der Nacht die Kinder erwürgten. Wenn man wirklich verantwortungsvoll mit seinen Tieren umgeht, ist die Gefahr eines Ausbruch fast ausgeschlossen, aber dennoch vorhanden. Und eine Schlange von 2,3 Metern Länge ist durchaus in der Lage, zumindest das sieben Monate alte Kind zu töten.

Beispiel einer adulten
Boa Constrictor
Nachdem ich mich gegen die Boa constrictor entschied, guckte ich nach Würgeschlangen, die zwar zu den Riesenschlangen gehören, aber nicht allzu groß werden. Als ich dann im Zoo-Fachhandel in Itzehoe war, schaute ich mir die ganzen Terrarien an. Ich fand diverse Vogelspinnen, Skorpione, Krebse, Kornnattern, Gartenboas, Bartagamen, Wasseragamen, Wasserschildkröten, Landschildkröten, Gespensterschrecken, Tigerpythons, Anolis, Geckos, Frösche, Unken, Axolotl, Molche, Pfeilgiftfrösche und eben auch Königspythons in unterschiedlichen Längen und eine Königspython war 100% heterozygot für Albino. Bevor ich die Königspythons fand, stand ich einige Minuten vor dem Terrarium mit den blauen Pfeilgiftfröschen.
Blauer Pfeilgiftfrosch
Alleine die Gestaltung des Terrariums faszinierte mich. Es sah in diesem Terrarium genau so aus, wie in einem Regenwald. Die Technik in diesem Terrarium sorgte für eine Simulation von Regenfällen und Nebel, was die Luftfeuchtigkeit im Terrarium natürlich stark erhöhte und was bei Amphibien auch so gewollt ist. Die Preis für einen blauen Pfeilgiftfrosch war in normaler Höhe. Zuerst wollte ich mir dann Pfeilgiftfrösche kaufen, doch als ich durchkalkulierte, was ich alleine für die Technik ausgeben müsste, war das Interesse schnell wieder verflogen. Also schaute ich mich weiter um. Irgendwann sah ich dann die Terrarien mit den Königspythons. Der größte Königspython den sie hatten, hatte eine Größe von einen Meter, doch er hatte gerade Häutungsprobleme und wurde deshalb nicht verkauft. Dann hatten sie noch einen Königspython, der 100% heterozygot für Albino war, doch der Preis dafür erschien mir viel zu hoch. Dann fand ich kleinere Königspythons, deren Preis vollkommen in Ordnung war. Der Preis sollte im Internet bei 30 Euro liegen, plus ca. 45 Euro für Tierversand. Die Königspythons, die sie dort hatten, kosteten 35 Euro.

Direkt an der Scheibe schlängelte sich eine Königspython entlang, deren Zeichnungen um einiges kräftiger war, als die von allen anderen Königspythons, die dort angeboten wurden. Diese kaufte ich dann, denn Königspythons gehören zwar zu den Riesenschlangen (und genauer gesagt zu den eigentlichen Pythons), sind aber eine relativ kleinbleibende Art, denn sie werden selten Länger als 1,3 Meter. Auch hier gilt, wie bei allen Schlangen: Weibchen werden länger als Männchen!

Vor einigen Jahren hatte ich schon mal einige Schlangen, genauer gesagt eine Kaiserboa (Boa constrictor imperator) und einen Königspython (Python regius). Die Boa ist mir leider eingegangen, nachdem eine lebende Futtermaus ihr ein Auge ausgebissen hat und sich die Augenhöhle (Verletzung wurde vom Tierarzt behandelt) heftig entzündete. Die Königspython, die ich hatte, ist mir leider damals (2006) ausgebrochen und ward seitdem nie wieder gesehen.

Sonntag, 29. Juni 2014

Back to the roots, back to Jiu Jitsu

Kanji: Jiu Jitsu
Wie ich hier schon erwähnte, betrieb ich, gemeinsam mit meiner Schwester, einer damaligen Nachbarstochter und einen ehemaligen Mitschüler, von Mitte bis Ende der 1990er-Jahre Jiu Jitsu und brachten es bis zum 3. Kyu (damals grüner Gürtel). Kurz vor der Jahrtausendwende verließ uns dann die Lust und unsere Mutter meldete uns ab. 2005 begann ich dann wieder mit dem Training des Jiu Jitsus, bin aber nach fast einem Jahr wegen einem Konflikt mit zwei Mittrainierenden aus dem Verein rausgeschmissen wurden. Momentan ist eine Variante des Jiu Jitsu ganz modern, dass sogenannte Brazilian Jiu Jitsu bzw. Gracie Jiu Jitsu, welches ihren Schwerpunkt auf den Bodenkampf legt. Dieses Judo-Derivat des Jiu Jitsus meine ich hier nicht und dies habe ich auch nicht trainiert. Was ich meine, ist das japanische Jiu Jitsu - eine Selbstverteidigungsform die bis zurück auf die japanischen Samurai geht und von denen entwickelt wurde. Was genau das japanische Jiu Jitsu und das Brazilian Jiu Jitsu ist, findest Du unter folgenden Rubriken bei Wikipedia: Jiu Jitsu und Brazilian Jiu Jitsu.

Das Jiu Jitsu ist quasi meine Kampfkunstwurzel, mit dem Jiu Jitsu fing meine Vorliebe für Kampfkünste an.

Über Facebook fand ich Ende letzten Jahres meinen alten Trainer. Der Kontakt war zuerst nur wenig und eher sporadisch. Doch vor ca. drei Wochen kam dann wieder ein regelmäßiger Kontakt zustande, als ich beschloss, meinen alten Trainer mal in seinem Dojo zu besuchen. Wir kamen ins Gespräch und dann natürlich auch wieder auf die Kampfkünste zu sprechen. Ich fragte ihn, was er im Monat für das Training nimmt und verabredete mich für kommenden Mittwoch zum Probetraining.

Damals brachte ich es in seiner Schule bis zum 3. Kyu. Sein damaliges Schülergraduierungsystem sah wie folgt aus:

6. Kyu: weiß (ungeprüft)
5. Kyu: gelb
4. Kyu: orange
3. Kyu: grün
2. Kyu: blau
1. Kyu: braun

Nachdem er sich vor einigen Monaten einen anderen verband angeschlossen hat, verwendet er nun folgendes Schülergraduierungssystem:

9. Kyu: weiß (ungeprüft)
8. Kyu: weiß-gelb
7. Kyu: gelb
6. Kyu: orange
5. Kyu: grün
4. Kyu: blau
3. Kyu: violett
2. Kyu: rot
1. Kyu: braun

Da ich beim 3. Kyu weitermachen kann und sich nun durch das neue Gürtelrangsystem die Farbe geändert hat, muss ich den violetten Gürtel tragen, anstatt den grünen. Natürlich habe ich mir auch gleich einen violetten Gürtel gekauft, der meiner Meinung nach aber richtig schwul aussieht.
Genau das ist mein Gürtel!

Nun habe ich wieder drei mal die Woche Training und wenn ich mich noch an das meiste erinnern kann, was ich damals lernte bzw. das, was ich lernte, schnell wiederkommt, kann ich in ca. 2 Jahren meine Dan-Prüfung machen.

Das Training bei meinem alten und neuen Jiu Jitsu Trainer zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es allein um praktische, effektive und kompromisslose Selbstverteidigung geht. Traditionelle Techniken oder sportlich betonte Techniken, die in der Selbstverteidigung nicht zu gebrauchen sind, werden von ihm nicht unterrichtet.

Karate-Kid 4.0: Drunken Master?

Letzten Monat im September verletzte ich mich beim Karate-Training gleich an mehreren Körperteilen, am schlimmsten traf es jedoch meine Wade. Wie ich vor einigen Monaten schon berichtete, erfolgte mein Vereinsaustritt, nachdem ich mich beim damaligen verantwortlichen Trainer und Spartenleiter (der Ende 2013 von seinem Amt als Spartenleiter zurückgetreten ist) über seine Trainingsmethoden beschweren wollte und er darauf recht ungehalten reagierte. Nachdem ich fast vollständig genesen war, meldete ich mich beim zweiten Verein, wo ich ebenfalls Karate trainierte und kündigte mein "Comeback" an. Da auch der Trainer dort Karatetraining im Verein gibt, wo ich mich verletzt habe (was aber nicht seine Schuld war, da er ein anderen Training leitete), schrieb mir dieser in einer Email, dass er mir den Vereinsaustritt nahelegt, da ich das Vertrauensverhältnis missbraucht hätte. Irgendwann fand ich dann das Facebook-Profil des Vereins und klickte dann auf "Gefällt mir", denn abgesehen von einigen Problemen mit dem damaligen Spartenleiter und seinen berüchtigten und gefürchteten Konditions- und Abhärtungstraining, fand ich es eigentlich ganz gut in diesem Verein. Die Einträge auf deren Facebook-Profil betrachtete ich nur, wenn sie auf meiner Facebook-Startseite ganz oben angezeigt wurden, also wenn ich gerade zufällig auf diese Einträge stieß. Hin und wieder konnte ich mir einen Kommentar nicht verkneifen, aber was den Spartenleiter beider Vereine nun gewaltig gegen den Strich ging, war meine Rezension mit einem Stern von fünf möglichen.

In dieser Rezension ging es wahrheitsgemäß und sachlich ausgedrückt um folgende Punkte:

  1. Der vorherige Spartenleiter war nicht kritikfähig, was ich hier ja schon vorher mal erwähnte.
  2. Der "Vater des Karates", Gichin Funakoshi, sah Hebel und Würfe ebenfalls als Bestandteil des Karates, wenn auch nicht als Hauptbestandteil, und machte dies in seinen Schriften auch deutlich. Ich kritisierte in der Rezension, dass er in seinem Training Hebel und Würfe zumindest bis zu meinem Ausscheiden nicht vermittelt hat.
  3. Ich erwähnte, dass die Turniere und Meisterschaften von Klein- und Kleinstverbänden, wovon fast alle keinen guten Ruf in der "Szene" haben und die den meisten Kampfsportlern unbekannt sind und die von seinen Schülern besucht werden, im wettkampforientierten Kampfsport nahezu wertlos sind. Gewonnene Turniere und Titel in den Bereichen Karate und Kickboxen, die wirklich eine hervorragende Leistung bescheinigen, erhält man nur auf Veranstaltungen von Verbänden wie WKF, DKV, DJKB, JKA, WKA, WKU, WAKO u.ä.  und nicht auf Veranstaltungen von Verbänden wie DKO, WUKF, MAA-I u.ä.! Wer einige Leute kennt, die bei den letztgenannten Verbänden auf Treppchen kommen und weiß, wie diese technisch drauf sind, der schüttelt nur mit dem Kopf und fragt sich, wie die es auf Treppchen gebracht haben.

Aus diesen Gründen konnte ich nicht mehr als einen Stern geben, woraufhin eine erneute virtuelle Auseinandersetzung entbrannt ist.

Foto oben: Hakama,
auch andere Farben sind möglich
Der Spartenleiter beider Vereine, der gleichzeitig auch Administrator des Facebook-Profils ist, wollte daraufhin nicht mehr, dass ich ihn jemals wieder eine Nachricht schreibe. Heute Nacht sah ich dann wieder durch Zufall ein Video auf der Startseite von Facebook von einer Vorführung vor drei oder vier Tagen. Ich sah den Spartenleiter dort mit Hakama (traditionell japanischer Hosenrock) rumturnen und über die Kommentarfunktion fragte ich, ob Kimono und Hakama ernst gemeint sind oder nur für Showzwecke, was tatsächliche eine ernst gemeinte Frage war (heute sah ich ein Bild von ihm in Hakama und mit Kama, also Sicheln, auf der Homepage eines der Vereine, also scheint das ernst gemeint zu sein), denn anders als z.B. im Aikido, Aikijutsu, Kendo, Iaido / Iaijutsu oder in sehr traditionellen Jujutsu-Stilen (nicht zu verwechseln mit Ju-Jutsu) bzw. in einigen Koryu, trägt man im Karate keinen Hakama.

Nachdem er diese Frage sah, muss ihn diese Frage wohl sehr provoziert haben, denn als Antwort kam nur, dass es mit dem Kimono und Hakama so ernst gemeint ist, wie dass ich sehr nah an einer Anzeige wegen Nachstellung (Stalking), Übler Nachrede und ggb. Verleumdung stehe. Kurz darauf postete er diesen Eintrag auf dem Dojo-Facebookprofil, welcher wohl vor einigen Minuten (Stand: 22.06.2014, 18:00 Uhr) wieder gelöscht wurde.


Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken!


An dem Tag, wo er dies schrieb, war in seinem Dorf eine Feier zum 50. Jubiläum des THW´s. Diesen oben im Screenshot gezeigten Eintrag postete er gegen 4 Uhr nachts. Vielleicht hatte er ja etwas getrunken und regierte deswegen auf meine Frage über. Natürlich antwortete ich auch auf diesen Beitrag und führte acht Punkte auf, die seine Behauptungen widersprechen. Ein Punkt war, dass ich sein Vereinsprofil nur dann besuche, wenn es mir in Facebook auf der Startseite direkt im oberen Bildschirmbereich angezeigt wurde und dass er seine Vereine hier bewusst öffentlich gemacht hat und viele Informationen nach Außen hin preisgibt, was ihn sicherlich schon zum Zeitpunkt der Profilerstellung klar gewesen ist. Auch unterstellte ich ihn, dass positive wie negative Kritik gewünscht gewesen sein muss, weil ansonsten hätte er die Rezensionfunktion nicht freigegeben und wenn man schon eine Möglichkeit zur Rezension gibt, muss man auch damit rechnen, dass mal etwas negatives kommt.

Kurz danach sprachen wir dann über diese Unterstellungen über private Nachrichten, was allerdings keine wirkliche Lösung des Konflikts erbrachte.



Sonntag, 18. Mai 2014

Kirchenbesuch nach ca. zehn Monaten & Neues von der Noch-Ehefrau

Erster Kirchenbesuch nach ca. zehn Monaten

Am heutigen Sonntag war ich, nach fast zehn Monaten, endlich mal wieder in der Kirche. Nachdem in den letzten zehn Monaten viele Probleme aufgetreten sind, zweifelte ich am Glauben - ich hatte also wieder eine Glaubenskrise. Und da ich nun mit einer Frau, mit der ich nicht verheiratet bin, und deren zwei Kinder unter einem Dach lebe, spürte ich von einigen wenigen Mitgliedern die Ablehnung meinerseits, was sich dadurch äußerte, das man mich ignorierte. Der heutige Gottesdienst war ein besonderer Gottesdienst - es war die Gemeindekonferenz. Der Pfahlpräsident aus Kiel und einige weitere hohe Kirchenfunktionäre des Pfahls waren anwesend. Nachdem die Konferenz dann zu Ende war, haben die Mitglieder der Frauenhilfsvereinigung, Priestertumsträger, Besucher und sonstige Mitglied, mit Ausnahme der Jungen Männer, Jungen Damen und der Primarvereinigung, zusammen an der Sonntagsschule zum Thema Genealogie teilgenommen. Dieser lehrreiche Teil wurde ebenfalls von einem Funktionär des Pfahls übernommen. Während der gesamten zeit in der Kirche wurde ich m wieder von Mitgliedern angesprochen, was denn los war und gefragt bzw gehofft, dass es nun wieder besser läuft. Meine Lebensgefährtin gefiel es in der Kirche sehr gut, sodass sie nun ernsthaft über eine Taufe nachdenkt. Von den Gemeindemitgliedern wurde sie, bis auf eine Ausnahme, nett und freundlich behandelt und sie lernte dort auch gleiche eine Frau kennen, mit der sich wohl gerade eine Freundschaft aufbaut.

Nachdem ich nun nach so langer Zeit das erste mal wieder in der Kirche war, sah ich viele neue Gesichter. Und leider erfuhr ich auch, dass eine sehr liebe und nette alte Frau aus unserem Zweig im höheren Alter am 8. Mai starb. Dies finde ich sehr schade, ich hätte sie gerne noch ein mal getroffen.



Neues von der Noch-Ehefrau

Letzten Donnerstag rief meine Noch-Ehefrau meine Cousine an und bat sie darum, mir zu sagen, dass ich sie mal anrufen soll, denn sie hat keine Festnetznummer, keine Emailadresse und keine Mobilfunknummer von mir. Da ich umgezogen bin, hat sie nun auch keine Anschrift von mir. Meine Cousine gab mir dann ihre Nummer und ich rief sie an. Der Grund warum sie versuchte, mich zu erreichen, klingt für mich wie ein schlechter Scherz. Sie fragte mich, ob ich vielleicht so freundlich wäre und ihre Rechtsanwaltsrechnung von 250 Euro bezahlen würde. Nebenbei erwähnte sie auch, dass sie nun von Itzehoe nach Schleswig gezogen sei und das die Arbeitsagentur und die Ausländerbehörde ihr wegen der von ihr eingereichten Scheidung Probleme machen - finanzielle wie aufenthaltsrechtliche Probleme! Meine Antwort auf ihre Frage mit der Rechtsanwaltsrechnung war kurz und direkt. Ich sagte, dass ich ihre Rechtsanwaltsrechnung unter keinen Umständen bezahlen werde und weiterhin erwähnte ich, dass sie die Scheidung ja schließlich wollte und sie dann auch für ihre Kosten aufkommen soll.

Momentan läuft es bei mir also zusammengefasst so gut, wie schon lange nicht mehr.

Samstag, 17. Mai 2014

Probleme mit ILS werden zur Verbandsangelegenheit

Wie ich hier bereits im vorigen Posting vor wenigen Tagen berichtete, beschuldigt mich das Institut für Lernsysteme, kurz ILS, aus Hamburg, dass ich bei denen bereits 2007 als Fernstudent angemeldet war und die Studiengebühren nicht bezahlt habe. Dies stimmt nicht, wie ich bereits im letzten Posting klargestellt habe. Daraufhin rief ich am gestrigen Freitag das "Forum Distance Learning", eine Art deutsche Dachverband für Fernlehrinstitute, und fragte nach, ob es vielleicht auch die Möglichkeit gibt, einen höheren Schulabschluss an einer Fernschule machen zu können, die nicht zur Klett-Unternehmensgruppe gehört. Diese Frage wurde leider verneint. Als ich erwähnte, welche Probleme ich mit ILS habe, fragte die Frau am Telefon genauer nach. Ich erzählte ihr die Geschichte, woraufhin sie mich darum bat, dies nochmal schriftlich per Email oder per Post mit allem Emails von ILS an den Verband zu schicken, da man diesen Vorfall gerne verbandsintern prüfen würde. Die Frau am Telefon sprach insbesondere darüber, dass vor allem Verstöße gegen das Datenschutzgesetz zu prüfen seien, denn u.a. sendete mir die Studienbetreuerin von ILS auch die Vertragsnummer der Person, für die sie mich momentan halten. Und damit wird mein Problem mit ILS nun auch zur Verbandsangelegenheit.

Um mehr über den genaueren Sachverhalt zu erfahren, lest euch bitte den vorrigen Eintrag durch. Der Titel lautet "ILS: Deutschlands größter Saftladen für Fernbildung".

Ich werde hier natürlich weiter berichten.


Donnerstag, 15. Mai 2014

ILS: Deutschlands größter Saftladen für Fernbildung

Ende letzten Monats habe ich mehrfach darüber nachgedacht, einen höheren Schulabschluss nachzumachen. Da mir aber klar war, dass meine Matheprobleme (Dyskalkulie) zu groß sind, als das ich mit dem Tempo an einer höheren Schule mithalten kann, suchte ich nach Alternativen. Abendschulen haben wir im weiteren Umkreis keine mehr, doch auch hier würde ich in Mathe mit dem Tempo wohl nicht mithalten können.
Firmenlogo ILS
Quelle: de.wikipedia.org

(c) Institut für Lernsysteme, Hamburg
bzw. Fernschulen Hamburg GmbH
bzw. Klett-Unternehmensgruppe
Aus diesen Gründen entschied ich mich dann für eine Fernschule. Ich entschied mich für Deutschlands größte Fernschule, dem Institut für Lernsysteme, kurz ILS, in Hamburg, wo man im Fernstudium den Haupt- und Realschulabschluss, sowie die Fachhochschulreife Wirtschaft und Technik und das Abitur machen kann und meldete mich an. Ende April kamen dann auch meine ersten Studienunterlagen. Da ich mit einer Mandelentzündung (inkl. Fieber usw.) flach lag, konnte ich erst am 03.05.2014 mit dem lernen anfangen. Das erste Heft war das Matheheft MatS1. Ich hatte hier wegen meiner Dyskalkulie beim Dualsystem einige Probleme, aber nach einer Woche konnte ich sie alleine lösen. Die nächsten vier Hefte konnte ich ohne Probleme durcharbeiten und vor einer Woche rief mich dann auch eine Mitarbeiterin vom ILS-Kundenservice an und fragte mich, ob ich mit den Studienheften zufrieden bin und ob ich gut vorankomme. Als ich mich dann heute morgen im Onlinestudienzentrum anmelden wollte, bekam ich beim einloggen eine Fehlermeldung. Ich checkte dann meine Emails und fand eine Nachricht von meiner Studienbetreuerin. Diese enthielt u.a. folgende Mitteilung:


-----Original-Nachricht-----
Betreff: AW:    Chat      800******
Datum: Thu, 15 May 2014 10:58:47 +0200
Von: "Schulenburg, Beatrix" <Beatrix.Schulenburg@ils.de>
An: "'************@********.de'" <************@********.de>

Sehr geehrter Herr ********,

[...]

Bei dieser Gelegenheit haben wir jedoch festgestellt, dass Sie uns aus einem früheren
Studienvertrag 800*****5 aus Juni 2007   noch Studiengebühren  in Höhe von mindestens € 999,00 aus einer Kündigung  schuldig sind.

Leider ist uns jetzt bei Ihrer neuen Anmeldung nicht aufgefallen, dass Sie bereits Teilnehmer waren.
Sonst hätten wir Sie nicht wieder hier für einen neuen Lehrgang angenommen. 

Daher stornieren wir Ihren neuen Vertrag innerhalb der Probezeit und bitten Sie, uns
das Material unfrei zurückzusenden. 
Bitte sehen Sie von weiteren Anmeldungen bei uns oder unseren Schwesterfirmen in Zukunft ab. 




Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg
Beatrix Schulenburg

Ihre Studienbetreuerin der Fernschulen Hamburg

ILS Institut für Lernsysteme GmbH
Geschäftsführer: Ingo Karsten, Dr. Martin Hendrik Kurz Sitz der Gesellschaft: Hamburg
Amtsgericht: Hamburg HRB 44 880
Ust_IdNr: DE 199 085 992
beatrix.schulenburg@ils.de

Bildungsunternehmen der KLETT-Gruppe
Doberaner Weg 20 - 22
22143 Hamburg

Fon: 0049/ (0)40 / 675 70-132
Fax: 0049/ (0)40/  675 70-184
****************************************************************************



Da ich in meinem ganzen Leben noch nie bei einer deutschen Fernschule zu irgendeinem Kurs angemeldet war, versuchte ich dies richtig zu stellen und drohte schon gleich mit meinem Rechtsanwalt und negativer Bewertung auf einschlägigen Bewertungsportalen.



-----Original-Nachricht-----
Betreff: AW:  Chat      800******
Von: "*****************@********.de " <*****************@********.de>
An: "Schulenburg, Beatrix" <Beatrix.Schulenburg@ils.de>

Sehr geehrte Frau Schulenburg,

dieser Vorwurf ist nicht zutreffend. Ich war vorher nicht beim ILS oder einem Unternehmen der Klett-Gruppe als Fernschüler angemeldet. Aus diesem Grund bitte ich darum, mich wieder als Fernschüler aufzunehmen. Andernfalls werde ich meinen Rechtsanwalt damit beauftragen, diese Forderung durchzusetzen. Auch behalte ich mir eine negativ aussagekräftige Bewertung in einschlägigen Portalen vor, sollten wir zu keiner Einigung kommen!

Mit freundlichen Grüßen
******* ********



Als Antwort kam dann wieder:



-----Original-Nachricht-----
Betreff: AW:    Chat      800******
Datum: Thu, 15 May 2014 11:38:13 +0200
Von: "Schulenburg, Beatrix" <Beatrix.Schulenburg@ils.de>
An: "***************@********.de'" <***************@********.de>

Sehr geehrter Herr ********,

ich hatte Ihnen die Daten und die Vertragsnummer mitgeteilt.
Oder sind Sie nicht ******* ********, geboren am 2*.0*.198*?
Der von Ihnen unterschriebene Vertrag liegt uns hier vor. 
Zu gegebener Zeit werden wir den vorlegen.



Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg
Beatrix Schulenburg

Ihre Studienbetreuerin der Fernschulen Hamburg
PS: Das ILS finden Sie jetzt übrigens auch auf Facebook. Wir tauschen uns dort mit aktiven Fernstudierenden aus - schauen Sie doch auch mal vorbei!

ILS Institut für Lernsysteme GmbH
Geschäftsführer: Ingo Karsten, Dr. Martin Hendrik Kurz Sitz der Gesellschaft: Hamburg
Amtsgericht: Hamburg HRB 44 880
Ust_IdNr: DE 199 085 992
beatrix.schulenburg@ils.de

Bildungsunternehmen der KLETT-Gruppe
Doberaner Weg 20 - 22
22143 Hamburg

Fon: 0049/ (0)40 / 675 70-132
Fax: 0049/ (0)40/  675 70-184
****************************************************************************




Ich erwähnte zum dritten mal, dass ich vorher nie bei einer deutschen Fernschule angemeldet war. Und genau so erwähnte sie nochmal, dass deren Archiv zeigt, dass ich dort schon mal angemeldet gewesen war.




-----Original-Nachricht-----
Betreff: AW:    Chat      800******
Datum: Thu, 15 May 2014 15:03:22 +0200
Von: "Schulenburg, Beatrix" <Beatrix.Schulenburg@ils.de>
An: "'***************@********.de'" <***************@********.de>

Sehr geehrter Herr ********,

nach unseren Unterlagen ist die Anmeldung aus dem Jahr 2007 von Ihnen.
Daher haben wir den aktuellen Vertrag aufgelöst.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir das nicht rückgängig machen.




Mit freundlichen Grüßen aus Hamburg
Beatrix Schulenburg

Ihre Studienbetreuerin der Fernschulen Hamburg

ILS Institut für Lernsysteme GmbH
Geschäftsführer: Ingo Karsten, Dr. Martin Hendrik Kurz Sitz der Gesellschaft: Hamburg
Amtsgericht: Hamburg HRB 44 880
Ust_IdNr: DE 199 085 992
beatrix.schulenburg@ils.de

Bildungsunternehmen der KLETT-Gruppe
Doberaner Weg 20 - 22
22143 Hamburg

Fon: 0049/ (0)40 / 675 70-132
Fax: 0049/ (0)40/  675 70-184
****************************************************************************
WICHTIG:
Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren sowie die unbefugte Weitergabe dieser Mail sind nicht gestattet.

This e-mail may contain confidential and/or privileged information. If you are not the intended recipient (or have received this e-mail in error) please notify the sender immediately and destroy this e-mail. Any unauthorized copying, disclosure or distribution of the material in this e-mail is strictly forbidden.

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Natürlich habe ich dafür kein Verständnis und werde das Studienmaterial auch nicht zurücksenden. Wozu auch, wenn mir etwas vorgeworfen wird, was nicht stimmt?! Als Antwort auf die letzte Email habe ich Kopien bzw. Scans von beiden Anmeldungen, also von der von April 2014 und der von 2007, verlangt. Mal gucken ob ich diese bekommen werde. Im telefonischen Gespräch mit einem Herrn Keller teilte mir dieser mit, dass elf mit meinen Namen identische Anmeldungen vorliegen, davon neben meiner Anmeldung noch zwei weitere mit gleichem Geburtsdatum. Für kommenden Montag habe ich mir einen Termin bei meinen Rechtsanwalt geholt. Dieser wird sich dann mit der Firma ILS um diesen unzutreffenden Sachverhalt streiten. Ich werde mir sowas natürlich nicht gefallen lassen und hier auf jeden Fall weiter darüber berichten!

Mein vorläufiges Fazit:
Dieser Verein ist der größte Saftladen auf dem Gebiet der Erwachsenen- und Fernbildung. Und leider hat man, wenn man Stress mit einer Tochter des Klett-Fernbildungskartell hat, eigentlich keine Chance mehr bei anderen deutschen Fernschulen zu lernen, denn alle deutschen Fernschulen für Schulabschlüsse gehören zu dieser Unternehmensclique.

Samstag, 8. März 2014

Umzug, Internet-Irrsinn, Karate-Prüfung & Neues von der Ehescheidung

Nach meinem Umzug bin ich nun endlich wieder online. Welche Probleme es gab, könnt ihr im Verlauf dieses Postings nachlesen.



Neue Wohnung

Nachdem das Haus, in dem ich bis Februar 2014 gewohnt habe, immer baufälliger wurde, bin ich zusammen mit meiner Lebensgefährtin und den zwei Kindern in eine neue Wohnung gezogen. Alle Leute, die mir beim Umzug helfen wollten, haben dann doch "kurzfristig" keine Zeit ...oder besser gesagt keine Lust.... mehr gehabt. Also fuhr ich unser gesamtes Hab und Gut mit meinem kleinen Polo zur neuen Wohnung. Das hat fast eine Woche gedauert und eine Menge Benzin gekostet. Die einzigen, die mir ein mal beim Transport meines Fernsehers (127cm Bildschirmdiagonale) und des TV-Schranks geholfen haben, waren die beiden Missionare der Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage und beim Transport der Waschmaschine war es der Mann von einer meiner Cousinen. Es war umständlich, alle Dinge in einen kleinen Polo unterzubringen (vor allem das große Bett war ein Problem), aber letztendlich habe ich es dann doch noch geschafft. Auf jeden Fall wurde die Weisheit meines Vaters, die besagt, dass wenn man sich auf andere Leute verlässt, verlassen ist, wiedermal bestätigt. Und für die Zukunft habe ich mir geschworen, anderen Leuten, die meine Hilfe brauchen, nicht mehr (anders als vorher) zu helfen bzw. wenn ich helfe, nehme ich Geld oder Sachwerte dafür.

Die Wohnung die wir bezogen haben ist 100m² groß. Sie liegt am Stadtrand, ist aber dennoch zentral gelegen und die Umgebung ist eher dörflich und grün - so wie ich es mag, denn in einer Stadt kann ich nicht leben. Die kompletten Räume sind gefliest und die Decken sind so hoch (3,5 Meter), dass man sich nicht eingezwängt fühlt. Das einzige negative ist, dass wir alleine an der Häuserfront 16 Fenster haben und das putzen der Fenster alleine an der Frontseite des Hauses einige Stunden in Anspruch nehmen würde.^^



Deutschlands Internet-Irrsinn

Schon zwei Wochen bevo wir umgezogen sind, habe ich Telefon und Internet bei Vodafone bestellen wollen. Einen Tag vor dem Umzug bekam ich dann die Info, dass Vodafones Telefon- und Internetnetz hier unzureichend ausgebaut ist und man uns deshalb nur eine schwache Internetverbindung anbieten könne. Das wollte ich nicht, denn mein Ziel war mindestens eine 50.000er-Leitung. Also versuchten wir es danach bei Kabel Deutschland. Uns stand eine 100.000er-Leitung in Aussicht, doch als der Techniker kam und die Kabelverbindung (bei Kabel Deutschland läuft Internet über den Antennenanschluss des Fernsehers) durchgemessen hatte, sagte er, dass es ganz viele Störungen geben würde und man eine neue Verbindung durch den alten Schornstein legen müsse. Dafür bräuchte er die schriftliche Zustimmung des Vermieters und die schriftliche Freigabe des alten Schornsteins durch den zuständigen Schornsteinfeger. Aber komischerweise funktioniert das Kabelfernsehen einwandfrei, selbst das von mir abonnierte Komfort Premium HD - Paket läuft ohne Probleme über den "alten" Kabelanschluss und die alten Koaxialkabel. Der Vermieter stimmte nicht zu, also stornierte ich das Internet und Telefon auch bei Kabel Deutschland. Dann nahm ich mir 1&1 vor, doch diese wollten auch Techniker schicken, Telefonkabel und Telefonsteckdose austauschen usw.! Anscheinend geht es den meisten Internetprovidern so dreckig, dass sie auf biegen und brechen Geld machen wollen. Also stornierte ich auch dort den Auftrag.

Zuletzt blieb nur noch die Telekom als Internetanbieter mit einer mindestens 50.000er-Leitung in meinem neuen Wohnort übrig. Ich bestellte dort Internet und Telefon und eine CountryFlat und nach knapp zwei Wochen hatten wir Telefon und Internet - genauer gesagt seit gestern gegen 15.15 Uhr. Und alles läuft wunderbar ohne irgendwas austauschen zu müssen.

Meine neue Lebensgefährtin, die ursprünglich aus Westafrika kommt, war verwundert darüber, dass man in Deutschland fast ausschließlich 24-Monats-Verträge abschließen kann und das alles hier so lange dauert und mehrmals geprüft wird - von Einholung von Auskünften der Schufa-Mafia, bis hin zur Identifikationsüberprüfung usw. - und das nur wegen Internet und Telefon! Ehrlich gesagt kann ich das auch nicht so verstehen. Abgesehen von den Schufa-Auskünften, deren Datensammlungsmethoden und Inhalte ich mehr als skeptisch betrachte, verstehe ich diesen ganzen Vertragsbindungswahn von meist 24 Monaten und die ganze Bürokratie dahinter auch nicht so ganz. In diversen anderen Ländern reicht es aus persönlich beim nächsten Internetprovider zu erscheinen, für Internet und Geräte zu bezahlen und am gleichen Tag hat man Internet und Telefon - es sei denn, es müssen erst noch Leitungen verlegt werden. In den afrikanischen Ländern, in denen ich zum Beispiel war, bekommt man Internet ganz einfach wie oben beschrieben (und so ist es auch in einigen EU-Ländern). Man bezahlt, meist bar, den Monatsbeitrag und kurz vor Monatsende bekommt man eine Info, dass man wieder bezahlen muss. Bezahlt man nicht, wird das Internet ohne Schulden zu machen abgeschaltet, bezahlt man, läuft es ganz normal einen weiteren Monat (oder je nachdem wie viele Monatsraten man bezahlt) weiter. Aber warum sollte in Deutschland etwas einfach laufen, wenn es auch kompliziert geht.



Prüfungsvorbereitung für die nächste Kyu-Prüfung

Beim Karate-Training steht nun meine erste Prüfung nach dem Vereinswechsel und dem Wechsel der Stilrichtung an. Mein vorher im Shotokan und Yoshi-Ryu Karate erworbener Schülergrad wurde mir problemlos vom Deutschen Karate Verband anerkannt. Mit den Techniken komme ich gut mit, die einzigen Probleme habe ich "nur" mit dem Umlernen der Ausholbewegungen. Bei mir ist noch immer eine ganze Menge Shotokan (tiefe Stände, häufige Tritte in Richtung Kopf, weite Ausholbewegungen, kraftvolle Techniken, "eckige" Bewegungen) vorhanden, was ich mir nach und nach bis zur Prüfung abtrainieren muss, denn im Wado-Ryu Karate zählen ganz andere Grundsätze (Um- und Weiterleiten von Angriffen, direkter Konter der Angriffe mit Würfen oder Hebeln als Abschluss mit Einbezug der vitalen Punkte des Körpers, höhere und kürzere Stände, kürzere Ausholbewegungen, weniger kraftvolles Erscheinungsbild, andere Bezeichnungen einiger Techniken und Kata als im Shotokan und anderen Stilrichtungen des Karates, meist kürzere Distanzen zum Gegner, weniger hohe Tritte, keine überflüssigen Bewegungen, usw.). Aber da ich einen Trainer gefunden habe, der selber im Wado-Ryu einen guten Ruf und Kontakte zu den Nachkommen des Wado-Ryu-Karate-Gründers und japanischen Großmeistern des Wado-Ryu Karate hat und bei denen auch mehrmals im Jahr persönlich trainiert, hoffe ich, dass ich es mit seiner Hilfe bis zur Prüfung geschafft habe, dass Shotokan aus den Kopf zu kriegen. Umlernen ist halt schwerer als Neulernen.

Hier mal die Unterschiede zwischen der Shotokan-Kata Heian Shodan...



...und der gleichwertigen Wado-Ryu-Kata Pinan Nidan.






Scheidung 2014: Nichts als Lügen!

Wie ich im vorigen Posting Anfang Februar schrieb, hat meine Frau die Scheidung eingereicht. Ein wirklicher "Rosenkrieg" ist nicht entbrannt und seit ihrem Auszug im November letzten Jahres habe ich auch keinen Kontakt mehr zu ihr gehabt bzw. sie nicht mehr gesehen. Doch leider habe ich heute erfahren, dass meine Noch-Ehefrau behauptet, dass ich sie geschlagen habe. Dies ist nicht und war nie der Fall! Im Streit bin ich einige Male lauter und ausfallend geworden, aber dafür gab es Gründe! Der häufigste Grund dafür war, dass sie die meisten Tage der Woche angeblich bei einer Freundin verbracht hatte und wir deshalb nur noch wie Bruder und Schwester zusammen lebten und ich das so nicht mehr akzeptieren wollte. Auch das sie nach knapp drei Monaten so gut wie nichts mehr im Haushalt getan hat, war auch häufiger ein Grund für Streitigkeiten. Im Nachhinein bin ich mir sicher, dass sie den meisten Streit provoziert hat, um einen Grund zu finden, zu ihrer angeblichen Freundin (was im Endeffekt ihr Neuer war) gehen zu können.

Da sich ihr Bekanntenkreis, wie ich bereits im letzten Posting erwähnte, zumeist aus Sozialleistungsbetrügerinnen bzw. Sozialleistungsbetrügern zusammensetzt, bin ich mal gespannt, mit welchen von ihr so oft erwähnten Beweisen sie ihre Lügen rechtfertigen will. Und vor allem interessiert es mich, ob die Ausländerbehörde ihr ihre Lügen und ggb. auch die ihrer Freunde abkaufen. Bei Neuigkeiten werde ich hier weiter berichten.

Montag, 20. Januar 2014

Karate Kid 3.0: Wer sucht wird (hoffentlich) fündig!

Nachdem ich mich am 05. September 2013 beim Karate-Training verletzt habe und nach dem darauffolgenden Streit mit dem Trainer aus dem Verein ausgetreten bin, musste ich mir eine neue Schule suchen und entschied mich auch gleich für eine andere Stilrichtung, genauer gesagt für das Goju-Ryu Karate. Beim zweiten Training, wo ich mitmachte, erlitt der Trainer nach zehn Minuten einen Herzinfarkt und fiel deshalb erstmal für fast zwei Monate aus. In dieser Zeit wurden wir von einen Taekwondo-Trainer und von einem Hapkido-Trainer vertretungsweise trainiert. Aufgrund der Aufeinanderfolge harter und weicher Techniken und die Betonung auf den Nahkampf und natürlich auch wegen der Nähe zum originalen okinawanischen Ursprung des Karates, habe ich mich für das Goju-Ryu Karate entschieden. Doch nach einigen Wochen des Trainings merkte ich eigentlich erst, dass es das Goju-Ryu Karate eher weniger etwas für mich ist. Also suchte ich in der Zeit, wo ich nicht zum Training gehen konnte, nach einer Alternative. Ich schaute mir nochmal das Wado-Ryu Karate an, trainierte mehrmals mit und stellte fest, dass es mir eigentlich doch mehr zusagt, als das Goju-Ryu Karate. Die Vorteile, die ich beim Wado-Ryu für mich entdeckte, waren die höheren Stände, die die Bewegungen für mich einfacher machen und die runden Bewegungen, sowie die Prinzipien im Wado-Ryu, die da lauten:


  • Sanmi Ittai - Jede Technik im Wadō-Ryū (Ten gi) beinhaltet gleichzeitig eine Änderung der Stellung (Ten i) und eine Gewichtsverlagerung des Körpers (Ten tai)
  • Ausführung aller Bewegungen unter Vermeidung folgender Fehler: Keine falsche oder überflüssige Technik, keine überflüssige Bewegung, kein überflüssiger Kraftaufwand
  • Kontrolle des eigenen Schwerpunkts
  • Tai Sabaki - Verlassen der Angriffslinie durch Ausweichen
  • Abwehr eines Angriffs und Konter erfolgen gleichzeitig (kein Zeitverlust)
  • Kyusho - Techniken sind auf vitale Punkte des Angreifers gerichtet
  • Fließende Übergänge zwischen den einzelnen Techniken

  • Die Energie des Angreifers wird beim Wado-Ryu Karate also durch Umlenken und Ausweichen ins Leere laufen gelassen und anschließend oder gleichzeitig mit Hebel-, Wurf-, Tritt- oder Schlagtechniken gekontert. Die Bewegungen der einzelnen Techniken sind sehr rund. Während zum Beispiel im Shotokan ein Angriff mit Kraft weggeblockt oder weggefegt wird, ermöglichen die runderen Bewegungen im Wado-Ryu Karate die Ausnutzung der Kraft des Gegners, was wiederum dazu führt, dass man kaum Kraft aufbringen muss.

    Von den vier großen traditionellen Stilrichtungen des Karates (Shotokan, Goju-Ryu, Shito-Ryu, Wado-Ryu)  ist das Wado-Ryu Karate die jüngste Stilrichtung. Hironori Otsuka (1892 - 1982) kombinierte das Karate, welches er beim Shotokan-Karate-Gründer Gichin Funakoshi (1868 - 1957) gelernt hatte, mit dem Shindo Yoshin-Ryu Jiu-Jitsu.

    Da ich bereits einige Jahre Jiu-Jitsu trainiert habe, sind mir viele Prinzipien des Wado-Ryu Karates nicht fremd. Durch die Kombination mit Elementen des Jiu-Jitsu beinhaltet dieser Stil aus meiner Sicht alles, was auch der gemeinhin als Karate-Gründer bekannte Gichin Funakoshi unter Karate verstand! Ich hoffe, dass ich bei diesen Stil bleiben und in diesem Stil auch in einigen Jahren meine Dan-Prüfung ablegen werde.

    Gestatten, Sokeshihansensei!

    Aufgrund der turbulenten Zeit, die ich seit August letzten Jahres durchmachen muss, habe ich es nun schon fast zwei Monate nicht mehr zum Karate-Training geschafft. In der Zeit habe ich viel über die momentane Lage der Kampfkunstszene nachgedacht.

    Als ich Mitte der 90er Jahre mit dem Jiu-Jitsu in Itzehoe anfing, war ich gerademal acht Jahre alt. Ich habe es bis Ende 1999 / Anfang 2000 bis zum 3. Kyu (grün) gebracht, wäre jedoch noch zwei Gürtel weiter gekommen (1. Kyu braun), wenn ich zu den Prüfungsterminen nicht krank geworden wäre (und die Prüfungsleistungen erbracht hätte). Damals erweckten die alten Eastern-Filme mein Interesse für die Kampfkunst - wenn meine Eltern schliefen, schlich ich mich ins Wohnzimmer und schaute dann die alten Filme mit Jackie Chan und Bruce Lee. Mein Interesse galt zu dieser Zeit vor allem dem Kung Fu. Nachdem dann bei uns in der Schule Flyer einer Jiu-Jitsu-Schule auslagen und ich meine Eltern so lange nervte, bis sie mich dort angemeldet haben, endete mein Interesse vorerst mit der Jahrtausendwende. 2005 fing ich dann wieder mit dem Jiu-Jitsu an, 2006 bin ich dann nach einigen Problemen mit Mit-Trainierenden aus den Verein gegangen wurden. Bis Januar 2013 dauerte es, bis ich dann meine Begeisterung fürs Karate entdeckte. Ich trat erneut dem Verein bei, in dessen Jiu-Jitsu-Sparte ich einige Jahre zuvor ausgetreten wurden bin. Aufgrund fragwürdiger Trainingsmethoden eines der Karate-Trainer kam es zum Streit mit diesem Trainer/Spartenleiter und ich bin nach ca. einem halben Jahr wieder ausgetreten. Ich berichtete darüber bereits vor einigen Monaten und hatte innerhalb der ersten drei Tage 930 Besucher auf diesen Blogeintrag. Nachdem ich kurz vor meiner vollständigen Genesung dann meinen anderen Trainer im anderen Verein (der aber den gleichen Stil in den Verein unterrichtet, wo es die Probleme mit einen anderen Trainer gab) mitteilte, dass ich demnächst wieder am Training teilnehmen werde, teilte er mir mir, dass ich doch lieber aus den Verein austreten solle, da ich das Vertrauensverhältnis missbraucht hätte. Das ich mit ihn selber nie Probleme hatte, ja sogar viel von ihn gehalten habe, war ich zuerst etwas enttäuscht, aber im Endeffekt ist es doch gut so, wie es gekommen ist (denn so fand ich endlich die Möglichkeit, mich mit Vereinen zu beschäftigen, die namhaften und etablierten Verbänden angeschlossen sind und wo mehr Struktur herrscht).

    In der Zeit, in der ich nun nicht zum Training gehen konnte, habe ich mich jedoch vermehrt theoretisch mit der aktuellen deutschen Kampfkunst- und Kampfsportlandschaft beschäftigt. Nun bin ich kein Experte auf den Gebieten Kampfkunst und Kampfsport, dennoch bin ich auf einige Dinge gestoßen, die selbst den absolut unwissenden Laien komisch vorkommen sollten. Und komisch finde ich, dass die Dinge, die ich hier gleich erwähnen werde, fast ausschließlich nur in Mitteleuropa, Westeuropa und in den USA vorkommen.

    Das Erste wo drauf ich eingehen will, ist die in den letzten Jahren enorm gestiegene Anzahl von neugegründeten Kampfkünsten. Aus diversen Schülergraden der Mittelstufe bis unteren Oberstufe und aus niedrigen Dan-Graduierungen werden nicht selten neue Kampfkünste zusammengewürfelt, deren Beschreibung schon an Größenwahn grenzen. Meist werden dann Kampfkünste/Kampfsportarten miteinander "kombiniert", einzelne Techniken "modernisiert" oder "erweitert" und die Gründer der dieser neuen "Kampfkünste" erheben sich meist direkt selbst zum Shihan 5. Dan, teilweise auch zum Soke oder Kyoshi.

    Viele "Augenweiden" im Bereich der neugegründeten "Kampfkünste" und "Kampfsportarten" habe ich in den letzten zwei Monaten gefunden. Auf zwei Koryphäen der Neugründungen möchte ich jedoch mal etwas genauer eingehen - beide Gründer berufen sich bei ihrer Neugründung auf die japanischen Samurai! Die eine "Kampfkunst" nennt sich Aiki-Dan-Do. Dies ist eine Mischung aus Aikido, Kung-Fu und Kendo. Für den absoluten Laien hört sich dies nicht weiter ungewöhnlich an, für jemanden der aber ein Minimum an Kenntnisse im Bereich Kampfkunst erworben hat, ist dies eine reinste Seifenoper - vor allem dann, wenn man die "historischen" Hintergründe liest und man sieht, dass der Stilgründer steif und fest behauptet, dass es sich beim Aki-Dan-Do um eine authentische Kampfkunst der Samurai handelt. Weiterhin sind die historischen Quellen, die der Stilgründer angibt, zum größten Teil zusammenphantasiert und die Behauptung, dass sich selbst Kleinkinder effektiv gegen Erwachsene und somit gegen deutlich überlegene Angreifer zur Wehr setzen können, empfinde ich verantwortungslos und gefährlich! Betrachtet man nun die einzelnen Kampfkünste, aus denen sich Aiki-Dan-Do zusammensetzt, so fällt eines auf, dass zwei japanische Kampfkünste (Aikido und Kendo) mit einer chinesischen Kampfkunst (Kung-Fu) kombiniert wurden. Das chinesische Kung-Fu hat(te) mit den Samurai nun rein gar nichts zu tun - auch wenn das chinesische Kung-Fu in vielen traditionellen Kampfkünsten als "Mutter aller Kampfkünste" gilt. Ich erspare mir an dieser Stelle nun ausführlicher über Aiki-Dan-Do herzuziehen und empfehle deshalb den entsprechenden Thread in einem Kampfkunstforum.

    Die zweite Koryphäe nennt sich Tatsu Ryu Bushido. Bei diesem Stil bin ich mir nicht so ganz sicher, ob es sich dabei wirklich um eine Kampfkunst handeln soll oder um einen Samurai-Rollenspielverein. Schon zum Zeitpunkt der Gründung blamierte sich der Stilgründer. Zuerst nannte er seinen Stil nämlich Tako Ryu Bushido. Das Wort Tako, welches so viel bedeutet wie Papierdrache, wurde dann, nachdem es dem Stilgründer bekannt wurde, gegen das Wort Tatsu, was so viel bedeutet wie Drache, ausgetauscht. So hieß dieser Stil übersetzt nicht - wie es heute der Fall ist - so viel wie "Der Weg des Kriegers nach dem Weg des Drachen", sondern "Der weg des Kriegers nach dem Weg des Papierdrachen". Das Bild, welches die Schüler, "Meister" und "Großmeister" des Tatsu Ryu Bushido durch ihr Auftreten vermitteln, liegt irgendwo zwischen TV-Film-Samurai und Samurai-Romantik. Schüler, die den 10. und 9. Kyu tragen, tragen einen normalen schwarzen Kampfanzug (Gi) mit dem Stil-Logo und weißen Gürtel, ab dem 8. Kyu kommt dann ein Hakama (japanischer Hosenrock) in schwarz dazu. Bis zum 2. Dan unterscheiden sich die Graduierungen nur durch die Gürtelfarbe. Träger des 3., 4. und 5. Dan tragen eine schwarze Jacke mit roten Ärmeln und Kragen und mit schwarzem Hakama. Ab dem 6. Dan wird dann ein schwarzer Hakama mit blutroter Jacke getragen. Auch darüber gibt es im Kampfkunstforum einen entsprechenenden Thread.

    Auffallend häufig ist es bei den neu gegründeten Stilen so, dass sich die Stilgründer selbst hohe Dan-Graduierungen verleihen und sich mit Ehrentiteln schmücken. Ganz besonders beliebt scheint der Ehrentitel Shihan (zu dtsch. Lehrmeister oder auch Vorbild) zu sein, aber es gibt auch einige "Meister", die mal als Soke, mal als Hanshi, mal als Kyoshi und mal als Shihan auftreten. Und irgendwie ist auch jeder, den Braungurt erreicht, Sempai (Meisterschüler) und jeder der den ersten Dan-Grad erreicht, ist dann auch gleich Sensei (zu dtsch. bedeutet das Lehrer, Meister, Doktor oder auch Autor). Ich selbst bin nun kein Kampfkunstspezialist, habe aber irgendwo mal vernommen, dass nicht jeder, der einen gewissen Grad erreicht hat, auch gleich automatisch einen Ehrentitel verliehen bekommen hat - zumindest war das in den "guten alten Zeiten" so.

    Weiterhin ist mir aufgefallen, dass sich neu gegründete Kampfkünste fast ausschließlich in Kleinstverbänden oder in Verbänden organisieren, die keinen guten Ruf haben - wohl deshalb, weil sie nirgendwo anders aufgenommen werden. Wenn man sich z.B. auf den Veranstaltungen dieser Verbände umsieht, so haben einige Teilnehmer dort eine Latte an Dan-Graduierungen, deren Anzahl  selbst die "großen asiatischen Meister" in ihrem ganzen Leben nicht erreichen konnten. Ein Verband, der es den Neugründern angetan hat, ist die Martial Arts Association - International. Auch dieser stiloffene Verband hat in der Kampfkunstszene einen zweifelhaften Ruf, obwohl sie einige recht interessante Events veranstalten. Zum einen wurden um die Jahre 2005 bis 2007 sogenannte Umschulungen angeboten, wonach man dann in einen Dan-Grad eingestuft wurde. Und zum anderen behauptet die MAA-I, dass sie eine der ältesten und renommiertesten Kampfkunstverbände weltweit ist. Komischerweise gibt es einen Kampfkunstverband in den USA, der einen ähnlichen Namen trägt, sich jedoch mehrfach von der MAA-I distanziert hat. Weiterhin erkennt der Verband MAA-I so ziemlich alles an und verleiht so ziemlich jeden Grad und Budo-Ehrentitel unter Bedingungen, die dem Verband manchmal den Ruf einbrachten, Dan-Grade und Ehrentitel zu verkaufen. Ein weiterer Verband, der dem größten Teil der Karateka (= Jemand der Karate betreibt) unbekannt ist, ist der Verband WUKF - die World Union of Karate-Do Federations. Im letzten Quartal des Jahres fand z.B. wieder eine Deutsche Meisterschaft dieses Verbandes in Hamburg statt. Einige der Deutschen Meister dieses Verbandes sind mir persönlich bekannt, deshalb kann ich sagen, dass es selbst Typen aufs Treppchen gebracht haben, die die Kata wie ein Dösbaddel mit Null Körperspannung abgetanzt sind. Zwar scheint dieser Verband keine Umschulungen anzubieten und mir sind auch keine Dan-Grad-Verkäufe bekannt, aber wenn jedoch solche Leute es aufs Treppchen schaffen, würden mich die Bewertungskriterien der Wettkampfrichter brennend interessieren. Es gibt noch einige weitere kleine Verbände, die alle keinen guten Ruf haben. Auf jeden einzelnen Verband einzugehen, würde den Rahmen sprengen. Alle haben jedoch gemeinsam, dass deren Graduierungen und Wettkampfleistungen nicht von den führenden Verbänden anerkannt werden. All dies ist wahrscheinlich die Ursache dafür, dass die selbsternannten Großmeister und Oberhäupter, deren Stile und deren Verbände bzw. die Kleinstverbände unter sich bleiben und keine Kooperationen mit etablierten Verbänden bestehen.

    Ich frage mich immer wieder, wieso diese Flut an Neugründungen vorwiegend in europäischen Ländern und in den USA stattfindet. Für Personen, die sich für Kampfkünste interessieren und keinerlei Vorkenntnisse haben, ist es häufig sehr schwer, eine Neugründung von traditionellen Kampfkünsten zu unterscheiden - vor allem dann, wenn die Neugründer sich phantasievolle Geschichten zusammenspinnen.

    Montag, 6. Januar 2014

    Weihnachten und Silvester in Dänemark

    Nach all dem Stress den ich Ende letzten Jahres hatte und der sich Ende November noch zuspitzte, verschlug es mich dieses Jahr zu Weihnachten und Silvester nach Dänemark zu Verwandten. Aufgrund des ganzen Stresses konnte ich gar keine Weihnachtsstimmung aufbauen und irgendwie verging die Vorweihnachtszeit für mich wie im Fluge.


    Heilig Abend und Weihnachten 2013

    Wir fuhren also an Heilig Abend gegen 12 Uhr los. Der Weg nach Dänemark hat einige Stunden gedauert, obwohl die dänische Grenze gar nicht so weit von mir entfernt ist. Mein Auto hielt gut durch, aber das Kind auf der Rückbank verlor nach rund zwei Stunden fahrt so langsam die Geduld und machte Stress. Kurz vor der Grenze hielt ich dann bei einer Tankstelle. Ich kaufte für uns etwas zu trinken und für einen unseren Verwandten noch eine Flasche Wein. Ich entschied dann, bei dieser Tankstelle eine kurze Pause einzulegen, denn zum einen machte mich die fahrt irgendwie schläfrig und zum anderen stresste mich das ungeduldige Kind auf der Rückbank. Nach kurzer Pause hatten wir uns dann alle wieder beruhigt, ja sogar unseren Inneren Frieden wiedergefunden und fuhren weiter. Bei den Verwandten angekommen haben wir uns erstmal in unserem Gästezimmer etwas ausgeruht. Circa eine Stunde nach unserem eintreffen kamen dann auch schon die ersten Gäste und die Feier fing an. Mit Kindern waren wir insgesamt 13 Personen. Zu essen gab es Pute mit diversen Beilagen. Die Pute jedoch war so gut, dass mir noch heute das Wasser im Mund zusammenläuft, wenn ich daran denke. Circa eine Stunde nach dem Essen war es dann endlich so weit: Bescherung! Ich war einer der letzten, der sein Geschenk bekommen hat, dafür habe ich mich aber sehr über das Geschenk meiner besseren Hälfte gefreut. Sie schenkte mir einen ferngesteuerten Hubschrauber :-) Nach der Bescherung war Heilig Abend dann auch größtenteils vorbei. Gegen 1.45 Uhr nachts fuhr ich dann drei Personen mit dem Auto unseres Verwandten nach Hause (der rest fuhr alleine und schlief mit in dem Haus) und danach ging es dann auch für uns zu Bett.

    Der erste Weihnachtstag war ähnlich wie Heilig Abend. Bevor weitere Gäste kamen, fuhren wir aber erstmal zu einer Geburtstagsfeier eines Kindes. Später kamen dann wieder viele Leute zu besuch und blieben zum essen. Diesmal gab es diverse afrikanische Gerichte, deren Namen ich mir nicht merken konnte und selbst wenn ich sie mir merken könnte, diese Bezeichnungen nicht schreiben könnte. Jedenfalls gab es Erdnussbuttersuppe und diverse scharf gewürzte afrikanische Speisen mit Beilagen. Nachdem auch dieser Abend wieder zu Ende ging, fuhr ich jemanden mit dem Auto unseres Verwandten nach Hause und ging danach ins Bett. Den zweiten Weihnachtstag haben wir dann zum Teil bei anderen Leuten verbracht als auch Zuhause bei unseren Bekannten.



    Silvester

    Am Tag vor Silvester, also am 30.12, war ich sehr unruhig, da ich befürchtete, in Dänemark keine feuerwerke kaufen zu können. Irgendwann suchte ich dann eine Bank auf und wechselte Euro in dänische Kronen. Ich suchte in drei Supermärkten nach Feuerwerkskörpern, habe aber keine gefunden. Deprimiert fuhr ich dann wieder zurück, doch einige Stunden später fragten unsere Verwandten mich, ob ich mit in den Supermarkt gehen möchte. Ich stimmte zu und direkt am Eingang sah ich dann die Werbung für Feuerwerke und ausgestellte Feuerwerkskörper. Anders als in Deutschland werden Feuerwerkskörper in Dänemark nicht im Laden zum Verkauf ausgelegt, man muss an der Kasse oder am Servicepoint nachfragen. Also verballerte ich das ganze gewechselte Geld für Raketen und Feuerwerksbatterien und war somit wieder glücklich.

    Am nächsten Tag kamen dann wieder einige Leute zu besuch, diesmal waren wir zwölf Personen. Die Zeit bis Mitternacht wurde dann mit diversen Dingen totgeschlagen. Zu essen gab es wieder diverse afrikanische Gerichte, besonders gut waren die Hackfleischbällchen in Kokusmilchsauce, sowie die Hackfleischbällchen in einer scharfen Chilli-Sauce. Doch irgendwann war das essen auch alle und so musste nach neuen Beschäftigungen neben den Trinken und Unterhalten gesucht werden. Einige Gäste versuchten sich daraufhin im Karaoke. Während unsere Verwandte wirklich sehr gut singen kann, konnte es der Rest der Gäste nicht. Sie ließen sich aber nicht beirren und gaben ihr Bestes! Als jemand dann entdeckte, dass die Karaoke-CD in der Karaokemschine auch den Track (nur Musik und Liedtext) "My heart will go on" enthält, gab es kein halten mehr. Fast alle Besucher sangen zu diesem Lied.

    video

    Gegen 21.30 Uhr holte ich dann zusammen mit unserer Bekannten einen weiteren Gast ab - die Frau kam ganz aus der Hauptstadt Kopenhagen. Als es dann endlich Mitternacht war und die Leute rausgingen und Unmengen an Geld in die Luft jagten, war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Ich war, neben einen Besucher, die einzige Person, die Feuerwerkskörper gekauft hat. Dennoch hatte ich meinen Spaß, auch wenn ich ein Teil von der Batterie voll gegen das rechte Ohr bekommen habe und drei tage danach noch ein gerötetes und leicht schmerzendes Ohr hatte.

    Während den Weihnachtsfeiertagen und Silvester hörte ich immer wieder ein Lied, eines nigerianischen Sängers, welches mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf geht, auch wenn ich es gar nicht so gut finde. Ich will es euch nicht vorenthalten!




    Am 02.01.2014 sind wir dann morgens um 5 Uhr wieder nach Hause gefahren. Es war eine tolle Zeit in Dänemark und unsere Bekannten haben sich echt Mühe gegeben, dass wir nach den ganzen Stress der letzten Monate mal wieder abschalten konnten.

    Der Gemeinde-Weihnachtsmarkt 2013




    Weihnachtsmarkt 2014
    Ausgestellte Geschenke von
    befreundeten Kirchen-
    gemeinden weltweit
    Am 14.12.2013 fand bei uns in der Gemeinde auf dem Gelände der evangelisch-lutherischen Kirche ein Weihnachtsmarkt statt. Dies ist in unserem Dorf schon zur Tradition geworden. Obwohl dieser Weihnachtsmarkt aus nur sechs Fress- und Saufbuden besteht, sowie aus einer weiteren Fressbude im Inneren der Kirche und dem Verkaufsständen des Marienkreises (Frauengruppe der Kirchengemeinde) und einem Bereich, in dem die Erzieher des evangelischen Kindergartens mit den Kindern basteln, ist der Weihnachtsmarkt jedes Jahr verhältnismäßig gut besucht. Komischerweise sieht man dort aber immer wieder die gleichen Gesichter wie in den Jahren zuvor. Die Betreiber des Weihnachtsmarkts sind auch meist die Leute, die hier die Gemeindepolitik machen und sich nebenbei z.B. in der Freiwilligen Feuerwehr, im Roten Kreuz oder anderweitig ehrenamtlich engagieren.
    Weitere ausgestellte Geschenke von
    befreundeten Kirchengemeinden
    weltweit
    Im Inneren der evang..-luth. Kirche


    Da ich diesem Dorf schon 25 Jahre lebe, ist der Weihnachtsmarkt für mich genau so wenig zum Höhepunkt des Dorflebens geworden, wie das ebenfalls jährlich stattfindende Sommerfest im riesigen Pastoratsgarten. Dennoch ging ich zu diesem Weihnachtsmarkt, war aber ziemlich schnell gelangweilt. Zum einen kenne ich das alles schon und zum anderen sieht man dort eh immer die gleichen Leute - nur werden sie nach und nach älter. Und nicht zuletzt ist ein Weihnachtsmarkt, der aus acht Buden besteht und wo irgendwann mal ein Gemeindearbeiter im schlechten Weihnachtsmannkostüm auftaucht und Süßigkeiten an Kinder verteilt, kein wirklicher Weihnachtsmarkt. Also kaufte ich dort nur sechs Quarkbällchen und ging dann auch schon wieder nach Hause.

    Sonntag, 17. November 2013

    Highlife seit August und Volunteer @ Karate-WM 2014 2.0

    Seit August diesen Jahres spielt sch bei mir ein Drama nach dem Nächsten ab. Angefangen hat alles Ende August und seitdem nimmt es kein Ende mehr - ganz im Gegenteil, es wird immer schlimmer! Der vorläufige Höhepunkt spielte sich Anfang November ab, als ein Bruder meines Vaters durch ärztliches Versagen auf ganzer Linie starb. Einen Tag nach seinem Tod wurde jemand aus meinem engsten familiären Umkreis mit Verdacht auf Thrombose und Blutvergiftung ins Krankenhaus eingewiesen und ganz nebenbei wurden im  Krankenhaus drei weitere Krebsverdachtsdiagnosen gestellt, wovon sich eine nicht bestätigt hat und wo man sich bei den anderen Krebsverdachtsdiagnosen noch nicht sicher ist, dass die Laborergebnisse noch nicht da sind. Zumindest wurde auch der Verdacht auf Blutvergiftung und Thrombose nicht bestätigt, eine Thrombophlebitis (Thrombenbildung durch akute Venenentzündung) jedoch als Diagnose gesichert. Zwei Tage vor der Entlassung wurde dann bei der Lebensgefährten auch ein Krebsverdacht geäußert, den man nun natürlich auch nachgeht. Und ganz nebenbei kam es noch zu weiteren familiären Problemen. Deswegen konnte ich nichts unternehmen, über was ich hier hätte schreiben können.



    Volunteer @ Karate-WM 2014 2.0

    Wie ich bereits vor einigen Wochen erwähnte, hatte ich mich als freiwilligen Helfer bei der Karate-WM  2014 (DKV / WKF) beworben und wurde angenommen. Mit einigen Wochen Verspätung wurde mir nun auch mitgeteilt, für welchen Tätigkeitsbereich man mich einsetzen wird. In meinem Fall ist es der Bereich Security - und dies an allen Veranstaltungstagen.

    Sonntag, 6. Oktober 2013

    Karate Kid 2.0: Neue Stilrichtung

    Vor einigen Wochen berichtete ich auf diesen Blog über die Streitigkeiten mit meinen damaligen Karate-Trainer, die zu meinen Vereinsaustritt führten. Seitdem ich nicht mehr an Krücken gehen muss, habe ich mich nach einen neuen Verein umgesehen und bin fündig geworden.

    Als erstes schaute ich mir das Training des Kadgamala-Karates an. Dieser Stil gefiel mir zuerst sehr gut, den monatlichen Basisbeitrag empfand ich aber mit knapp 90 Euro letztendlich doch zu hoch. Das Problem bei Neugründungen ist zudem, dass die dort erworbenen Graduierungen meist nicht in anderen Dojos anerkannt werden, sollte man mal den Wohnort wechseln und kein Kadgamala-Karate-Dojo in der Nähe ist - zumindest nicht in den vier großen Stilrichtungen des Karates und auch nicht in einigen Verbänden. Und da das Training u.a. auch auf den Wettkampf ausgerichtet ist, war ich letztendlich doch nicht so überzeugt um mich zum Training anzumelden. Ich fand dann einen Verein, in dem das Wado-Ryu Karate trainiert wurde. Ich fand hier auch Würfe und Hebel (da Jiu-Jitsu-Elemente integriert wurden) und einige Katas, die den von mir damals trainierten Shotokan-Katas stark ähnelten (zB. Pinan Nidan im Wado-Ryu, anstatt Heian Nidan im Shotokan). Da es aber meist nur darum ging einen Angriff um- bzw. weiterzuleiten und die Kraft des Gegners auszunutzen um z.B. einen Wurf ansetzen zu können, empfand ich die Unterschiede zum Jiu-Jitsu, welches ich vor einigen Jahren auch trainierten, sehr gering. Eine auch hier erkennbare Ausrichtung auf den Wettkampf und die unterdurchschnittliche Ausstattung des Vereins (Matten mehrfach geflickt, Pratzen regelrecht durchgeschlagen,  Boxsäcke so lange bearbeitet bis die Farbe der Oberfläche an den Haupttrefferflächen komplett weg war) für einen durchschnittlichen Monatsbeitrag brachte mich dazu, dort kein Karate zu trainieren. Also suchte ich weiter.

    Ich schaute mir dann das Training des Goju-Ryu Karates an und fand dort alles, was ich mir unter Karate vorstelle und was ich im Shotokan-Karate vermisste, was der Shotokan-Gründer aber auch als Bestandteile des Karates betrachtete: Hebel, Würfe, Würgetechniken und Bodenkampf! Weiterer Pluspunkt: Aufgrund der traditionellen und selbstverteidigungsorientierten Ausrichtung des Stils und des Vereins nimmt dieser Verein nicht an Wettkämpfe bzw. Turniere teil und zudem ist der Verein auch Mitglied im Deutschen Karate Verband. Ich füllte also sofort das Anmeldeformular aus und werde nun mit Goju-Ryu Karate weitermachen.

    Während ich mir das Training so anschaute, wurde mir auch klar, dass das Goju-Ryu Karate mit dem Shotokan-Karate wenig gemeinsam hat. Selbst die wenigen gleichen Katas dieser beiden Stilrichtungen sind unterschiedlich. Schaue es Dir am Beispiel der Anfänger-Kata Taikyoku Shodan an.

    Taikyoku Shodan im Shotokan-Karate:


    Nun die Kata Taikyoku Shodan im Goju-Ryu Karate:



    Neben einigen anderen Stileigenschaften des Goju-Ryu kommt auch der Verbindung von Atmung und Technik eine große Rolle zu, was man in der Kata Sanchin gut beobachten kann.


    Da ich nun das Karate gefunden habe, welches meinen eigenen Vorstellungen dieser Kampfkunst entsprechen, kann es kaum erwarten, mich endlich bis in die Gruppe der Dan-Grade hocharbeiten zu können.

    Übrigens...
    Der Karatestil, den Daniel LaRusso (Ralph Macchio) in der Film-Trilogie "Karate Kid" von Mister Miyagi (Noriyuki "Pat" Morita) beigebracht bekam, ist ebenfalls der Stil Goju-Ryu.

    Dithmarscher Kohltage 2013 in Marne

    Dithmarscher Kohltage 2013 in Marne

    Wie jedes Jahr fanden auch in diesem Jahr die Dithmarscher Kohltage statt. Vorletzten Samstag besuchte ich diese Veranstaltung in Marne und das endlich wieder ohne Krücken. Neben diversen Fress- und Bierbuden gab es auch einige Verkaufsstände und Kinderattraktionen in der Königsstrasse. Vor der Kirche stand dann die Hauptbühne, wo ein Großteil des Showprogramms durchgeführt wurde.

    Die Sieger der Goldenen Mistforke 2013.
    Mitte: Amtierende Kohlregentin Katharina I.
    Als ich den Veranstaltungsbereich betrat, fand auf der Bühne gerade der Kohlkopfraspelwettkampf statt. Dazu wurden auch einige deutsche Gemüse-Majestäten, wie z.B. das Spreewälder Gurkenkönigspaar und unsere einheimischen Kohlregentinnen Katharina I. und Sonja II., extra nach Marne geladen. Die Goldene Mistforke (1. Platz ) ging dann auch an das Team von Kohlregentin Katharina I., die den Kohl raspelten, als würde es um ihr Leben gehen.

    Nachdem der Wettkampf dann beendet und die Sieger gekürt wurden, schaute ich mich dann weiter auf den Kohltagen um und aß ein Stück Pute (mit Zwiebeln und Remoulade) im Brötchen. Gegen  15.30 Uhr trat da  wieder das Showteam von Lemmens Martial Arts auf der Hauptbühne vor der Kirche auf und zeigten wieder ihre Karate-Vorführung. Diesmal streikte meine Kamera nicht und nahm alles ohne Wiedergabefehler auf.



    Bei den Kohltagen handelte es sich um die gleiche Show wie auf der Messe in Brunsbüttel. Obwohl ich direkt vor der Bühne stand, konnte ich einige Dinge nicht so genau aufnehmen wie auf der Messe. Deswegen hier nochmal die wenigen funktionierenden Videos von der Brunsbütteler Messe an 15.09.2013.





    Nachdem die Show dann vorbei war, lief ich nochmal durch die betreffenden Straßen und schaute mich an  einigen Ständen nochmal genauer um. Dabei traf ich dann auch den dänischen Großmeister, der den Karatestil gründete, der in meinem alten Verein gelehrt wurde, sowie seine Freundin und etwas später noch den Kickboxtrainer mit einigen seiner Kickbox-Gruppemitglieder. Wir unterhielten uns kurz über die Streitigkeiten, die ich mit unseren Trainer hatte und verabschiedete uns dann wieder voneinander. Danach fuhr ich dann wieder nach Hause und ging anderen Aktivitäten nach.